ProjektMeister has categories

With the latest development commit in DatenMeister, we are now able to show drop downs with constant values in the detail form. These drop downs can be used for enumerations and are used in ProjektMeister for a specific type of a task.

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They are also shown in the list view:

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The configuration itself is quite simple:

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Database.cs on GitHub

BTW: With PyTools 2.1, Visual Studio Express Desktop is now capable to support Python directly. A good thing… A very good thing. More Python for everybody.

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Demonstration auf Amerikanisch

Wie gestern in Deutschland eine gewaltsame und unsägliche Demonstration der neuen Rechtsextremen zu sehen war, so habe ich heute auch in Oakland County eine kleine Demonstration US-Konservativer gesehen.

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In den USA sind Demonstrationen etwas Besonderes und sehr selten zu sehen.

Thema ist Folgendes:

  1. Es wird behauptet, dass Obama die Grenzen zu Mexiko nicht sichert, so dass ja jeder über die Grenze kommt.
  2. Es wird behauptet, dass Obama nichts gegen ISIS tut.
  3. Es wird behauptet, dass Obama nichts gegen Ebola tut.
  4. Obama spielt das ganze Jahr nur Golf.

Geschickt kombiniert, kommt nun folgende Behauptung raus:

=> Obama lässt es zu, dass Ebola verseuchte Terroristen der ISIS über die mexikanische Grenze ins Land kommen und spielt dabei Golf. q.e.d.

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Das habe ich mir nicht selbst ausgedacht, das wird tatsächlich seit Wochen auf Fox CNN, MSNBC und Fox News “besprochen”.

http://www.cnn.com/2014/10/10/politics/ebola-fears-spark-backlash-latinos/

Fox News host Chris Wallace suggested that an Ebola infested terrorist could enter through the southern border and wage biological warfare.

Ich gratuliere… Dieses Niveau ist tatsächlich amerikanische Politik-Kultur und täglich auf den besagten Sendern zu sehen, sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung.

Im Übrigen sind hier am 4. November Michigan Wahlen. Im Fernsehen ist somit regelmäßig Wahlwerbung und Gegen-Wahlwerbung zu sehen. Einfach mal die Spots genießen.

Mark Schauer (Demokratisch) habe ich exemplarisch genommen, weil ich mit zufällig an diesen erinnert hatte.

Als Gegenkandidat: Rick Snyder (Republikanisch)

Hier habe ich auf Anhieb kein “Gegenvideo” gefunden, aber es ist hier üblich, dass von den Kandidaten “unabhängige” Gruppen (PAC) Gegenmaterial produzieren, um die Aussagen des politischen Gegners einfach schlecht zu machen.

NACHTRAG:

In privaten Gesprächen bekommt man von den Parteien nichts mit, in keiner meiner Gespräche war dies ein Thema, allerdings muss ich sagen, dass ich mich mit jeglicher politischen Stellungsnahme zurückhalte (Auch wenn es mir schwer fällt… :-)).

Der Kindergarten / The Day care

Nach vielen, vielen Wochen hat Nils nun den Kindergarten angenommen. Deutlich erkennbar an der Aussage der Erzieherinnen, dass Nils ja gar nicht mehr schüchtern ist, sondern Widerworte gibt und anfängt zu diskutieren.

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Auch fließt seit 2-3 Wochen keine Träne mehr bei der Abgabe, im Gegenteil, er lächelt und sagt aktiv tschüss, während er zum Frühstückstisch läuft. Damit ist nicht nur die emotionale Belastung von Nils weg, sondern auch die emotionale Belastung von uns. Wenn das eigene Kind unglücklich in der Kita ist, dann belastet es die gesamte Entsendung.

WP_20141017_18_42_29_Pro (1920x1080)Morning-Board der Älteren. Nils ist bisher von US-Flagge, Hymne und Präsident verschont geblieben.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Wir hatten nicht die gesamten 5 Monate Kampf mit der Kita, es gab mal bessere und es gab auch mal katastrophale Zeiten, der große Kampf war zu 99% nur bei der Abgabe, über Monitore konnte man sehen, dass er sich nach Weggehen beruhigt hatte. Wären die gesamten 5 Monate katastrophal oder wäre er den gesamten Tag über unglücklich, dann hätten wir die Kitazeit abgebrochen.

So haben wir aber die Chance genutzt, dass Nils während der Entsendung auch Sozialleben erlebt und vielleicht auch ein paar englische Worte aufschnappt, auch wenn ich erwarte, dass sie spätestens in 18 Monaten wieder vergessen sind. Das Durchhaltevermögen scheint sich auf jeden Fall gelohnt zu haben, er wirkt glücklich in der Kita und fragt am Wochenende danach. In der Kita erlebt er mehr als wir ihm jeden Tag bieten können (auch weil ich 5 Tage die Woche arbeite).

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Zur amerikanischen Kita selbst:

Ein komplett anderer Stil als in Deutschland. Erkennbar an den Tatsachen, dass hier bereits ab 2 Jahren Buchstaben und Zahlen gelernt werden, aber nicht gelehrt wird, wie man die Jacke oder Schuhe auszieht. Weniger im Fokus scheint die motorische und geschickliche Selbstständigkeit der Kinder zu sein, sondern eher die Wissens- und Verständnisbasis zu sein. Es wird allerdings auch viel gespielt und geturnt (dank angeschlossener Turnhalle).

Seit 1 Monaten machen sie auch 1 Stunde pro Tag Spanisch-Unterricht, die Notwendigkeit kann wohl auch hier für uns angezweifelt werden.

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Kinder schlafen hier mit Schuhen. Die Begründung ist, dass sie im Brandfalle schneller evakuieren können. Viele Eltern bringen ihre Kinder früh um 8 Uhr und holen sie erst gegen 17 Uhr wieder ab, es bleibt den auf Grund der Notwendigkeit zur langen Arbeit nicht viel anderes übrig. Es geht auch mit acht Wochen nach Geburt los, Eltern- bzw. Erziehungszeit gibt es in diesem Lande nicht. Der Mutterschutz beträgt hier 12 Wochen, im Übrigen unbezahlt. 

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http://en.wikipedia.org/wiki/Maternity_leave_in_the_United_States

Paid maternity leave: 0 Tage
Paid paternity leave: 0 Tage
http://en.wikipedia.org/wiki/Parental_leave

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Man sollte auch bei der Abgabe darauf achten, dass die Kleidung für den ganzen Tag tauglich ist. Gibt man das Kind am kalten Morgen mit dickem Pullover an, so konnte man sicher sein, dass er ihn auch noch am Mittag im Sonnenschein an hat. Man ist weniger pro-aktiv, es ist einfach eine andere Kultur.

Es war vermessen zu glauben, dass man die deutsche Gewohnheit der Allumsorgtheit der Kinder hier erwarten kann. Den Kindern geht es hier trotzdem gut, bzw. groß werden sie alle.

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Die Betreuerinnen wechseln hier leider auch zum Teil im 3 Monatstakt und es kann sein, dass man eine Betreuerin am Abend verabschiedet, aber am nächsten Morgen eine andere Betreuerin anwesend ist. Auch nicht optimal für die Kinder (insbesondere wenn das Kind die Kita momentan ablehnt ;-) … ). Die Kündigungsfrist beiderseits beträgt gefühlt 0 Sekunden (im Übrigen auch bei mir in der Firma [1]) und der Betreuerin wurde scheinbar mit dem Ende der Schicht gekündigt, da sie noch bei der Abholung vom nächsten Tag geredet hatte. Ich möchte allerdings auch nicht ausschließen, dass sie selbst den Schritt ergriffen hat.

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Insgesamt wirkt der Umgang auch nicht genauso menschlich, sondern eher verwalterisch. Essen wird hier von den Betreuerinnen nur mit Einweg-Plastikhandschuhen zubereitet, wie überall in den USA, das Personal, das das Essen berührt oder berühren könnte, hat immer diese Handschuhe an.

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Es gibt auch jeden Tag einen Zettel in dem die Wickelzeiten, das Essverhalten und die Schlafzeiten niedergeschrieben werden. Hin und wieder auch mal die Aktivität.

Eines Tages kam er mit einem “Malt wie ein Walross” zurück und es stellt sich da offensichtlich die Frage wie ein Walross malt. Es wurde erklärt, dass dabei die Hände in Plastiktüten gesteckt werden und man diese nutzt um Farbe auf Blättern zu verschmieren. Eigentlich wird jeden Tag irgendwas gebastelt, gemalt und erschaffen.

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Die Fotos sind hier von einem Halloween-Fest, was im Prinzip ein Tag der offenen Tür war. Die Kinder konnten hier von Raum zu Raum rennen und haben Süßigkeiten, wie Lutscher, Fruchtgummi und Ähnliches bekommen. Zum Abend gab es Donuts mit Cider. Cider ist hier übrigens alkoholfreier Apfelsaft.

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Insgesamt bin ich mit der Kita soweit zufrieden, auch wenn der Funke noch nicht übergesprungen ist, aber wir können Nils bedenkenlos abgeben ohne ein schlechtes Gefühl zu haben. Die Räume sind sauber, das Spielzeug wird täglich(!) desinfiziert, die Betreuerinnen sind freundlich und machen viel mit den Kindern. Die Türen sind per PIN-Code abgesichert und man registriert sich dann im Empfangsraum per Fingerabdruck am Computer (Alternativ auch per Passwort, aber die Faulheit siegt und meinen Idealismus habe ich doch irgendwie abgelegt).

Die Kosten sind übrigens 160 US-$ für 3 Tage die Woche… Pro Woche(!). Ist im Budget deutlich sichtbar. Montag und Freitag sind für ihn “Wochenende”.

[1] Die fehlende Kündigungsfrist habe ich selbst in meinem Projekt erlebt, als einer der Mitarbeiter am Morgen zu seinem Chef ging und gesagt hat, dass er nun gehe und ab morgen bei einer anderen Firma arbeitet.

Schönere Icons für den DatenMeister

Habe es nun endlich ein paar Euro geopfert um ein paar schöne Icons für den DatenMeister von Axialis zu kaufen.

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Das Problem bei der Lizenz ist, dass es nicht gestattet ist, die Icons in einem GPL-Projekt oder einem anderen Projekt mit “Copyleft”-Lizenz zu verwenden. Den DatenMeister selbst habe ich unter GPL gestellt.

Die Einschränkung ergibt auch Sinn, da ansonsten ein GPL-Entwickler sich eine Lizenz besorgen könnte und diese dann per GPL verteilen.

Um es dennoch in DatenMeister verwenden zu können, habe ich folgendes Konzept umgesetzt:

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  • Der DatenMeister hat eine interne SchnittstellenDefinition IIconRepository, die die Icons auf Anfrage liefert.
  • Ich habe die Verwendung dieser Schnittstelle von der GPL per Deklaration ausgenommen, damit gestatte ich anderen Entwicklern diese Schnittstelle auch ohne GPL-Lizenz zu nutzen (aber auch nur diese)
  • Der DatenMeister selbst, der unter der GPL liegt, implementiert die Komponente GplIconRepository unter der Verwendung von GPL freigegebenen Icons (konkret die Gnome Icons).
  • Eine proprietäre, nur durch meine Nicht-Copyleft-Lizenz und nur in Verbindung mit dem DatenMeister zu nutzende DatenMeister.Icons.dll, implementiert das gleiche Interface in einer separaten Datei.
  • Ein Integrator prüft nun bei Programmstart, ob die proprietäre Datei im Programmverzeichnis liegt und nutzt diese. Liegt diese nicht im Programmverzeichnis, so wird die GPL-Bibliothek genutzt.
  • Die Bibliothek DatenMeister.Icons.dll führt eine kleine Plausibilisierung durch, die prüft, ob der Aufruf wirklich über den DatenMeister kommt. Sie ist nicht sonderlich komplex und einfach zu umgehen. Allerdings ist zur Umgehung ein Vorsatz zum Lizenzverstoß notwendig, der einfacher zu ahnden ist.

Ich denke, dass ich damit ein Konzept gefunden hat, die eine saubere Möglichkeit zur Nutzung der Icons, ohne die Ideen der GPL-Lizenz zu sehr zu verletzen.

Der Halbmarathon

Wie ich schon auf Facebook geschrieben hatte:

image(Vielen Dank für die Glückwünsche)

Eine insgesamt sehr schöne Veranstaltung zu dessen Halbmarathon ich mich angemeldet hatte. Seitdem ich hier in den USA bin, führe ich schon ein recht starkes Lauftraining durch. Insbesondere weil ich hier abends weniger zu tun habe. Nennen tu ich das Programm “Laufen statt Saufen”. Gesundheitlich auf jeden Fall sehr zuträglich.

Die Strecke des Halbmarathons begann um 7 Uhr am Morgen, es war 1 Grad Celsius über Null und führte über die Ambassador Brücke nach Kanada. Zurück ging es durch den Tunnel wieder zur US-amerikanischen Seite.

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Am Wartestand gab es dann mal wieder eine Überraschung, wie ich sie eigentlich schon am Flughafen gewohnt bin:

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Die US-Behörden haben mich zu einem Passport-Check “individuell und rein zufällig” eingeladen, so wie immer halt. Also… von einer Schlange, um diese Information zu erhalten, zur nächsten Schlange:

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Wer eine medizinische Behandlung mit radioaktiven Isotopen erhalten hatte, wurde gebeten dies zu melden. An den Grenzübergängen sind Detektoren für radioaktive Stoffe installiert. Die Beamten waren unendlich langsam und ich habe fast 45 Minuten gewartet (Habe ich schon mal geschrieben, dass ich die offenen, europäischen Grenzen liebe?). Zum Schluss wurde nur geprüft, ob mein Pass abgelaufen ist und ob ich hier arbeite…

Am übernächsten Tag um 4:30 Uhr aufgestanden und 90 Minuten später in Detroit angekommen… 10 US-$ für den Parkplatz bezahlt, ging es dann bei “freezing temperatures” zum Start. Man wurde noch mehrfach darauf hingewiesen, dass der Tausch der Bib-Number oder das Nichtmitführen des Passes eine Felony, also ein Verbrechen(!) ist.

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Bisschen kanadische und amerikanische Nationalhymne gesungen, auf den Start bzw. die blockweise Freigabe der Strecke gewartet und los ging es. Gut geplant, die Strecke war nicht überfüllt und es gab trotz Tunnel und Brücke keinerlei Stau. Die Zeit über an der Brücke wurde so bemessen, dass man mit dem Sonnenaufgang auf der Ambassador-Brücke war. Ein sehr schöner Anblick, der Aufstieg hat sich gelohnt, auch wenn ich dafür nur ein Symbolfoto habe (hatte wenig Lust für ein Foto eine Pause einzulegen. Einige vor mir sind hin und wieder mal spontan für eine Fotopause stehen geblieben.)

(Bild aus Flickr, so schön war er natürlich nicht…)

Die Grenzbeamten auf amerikanischer Seite haben tatsächlich Läufer angehalten, die ihre Läufernummer verdeckt hatten (Jacke über dem Trikot, es war immer noch arschkalt), auf kanadischer Seite war ein Lautsprecherwagen mit lauter Musik aufgestellt und die Beamten haben am Grenzübergang die Läufer abgeklatscht (ohne lächerlich zu wirken)… Man zeigt halt gerne den bewussten Kontrast zwischen Kanada und USA… Die Amerikaner übernehmen die Sicherheit, der Rest macht sich darüber lustig. Aber nach Boston ist man hier vorsichtiger.

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Der Lauf selbst lief die ersten 13 km sehr gut, danach hatten mich Hüftschmerzen geplagt und musste abwechselnd laufen und gehen. Die Stimmung an der Strecke wurde nach Sonnenaufgang besser, vorher waren die Damen und Herren wohl noch Frühstücken. Die Sicht von Kanada auf die Skyline von Detroit war wunderbar. So müssen sich also Wiesbadener fühlen, wenn sie nach Mainz schauen. Der kanadische Teil selbst sieht nicht so beeindruckend aus.

http://www.s108770071.onlinehome.us/stories_photos/detroit_driving_tour_sindbads.htm

Bei Kilometer 15 hat das GPS offensichtlich gesponnen und ich habe mich gegen Ende motivatorisch wieder gefangen, auch wenn die Wunschzeit von < 2:10 nicht mehr erreichbar war.

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http://app.endomondo.com/workouts/426555424/14182058

In Summe dann 2:16:55. Zwei Minuten schlechter als meiner vor 3 Jahren. Leider. Die Rückfahrt hat etwas länger gedauert, da der Parkplatz selbst von Marathonstrecke umgeben ist und ich erst nach kurzer Wartezeit rausgelassen wurde.

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Insgesamt ein sehr schöner Lauf, das Lauftraining werde ich nach Regeneration meines armen, geschundenen Körpers fortsetzen.

Aber heute Abend geht es erst mal zum wöchentlichen Lauftreff “Run & Beer”. Einer der beiden Komponenten werde ich überspringen.

Halloween und Konzerte

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Am Wochenende war Familien-Wochenende angesagt. Haben die Gelegenheit der Halloween-Veranstaltungen genutzt um zu einem Kürbis-Fest hier in der Nähe zu gehen.

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Kürbisse sind nun überall zu sehen und Halloween hat eine Penetration wie bei uns der Nikolaus oder in etwas die Weihnachtszeit. Es wird hier von Saison zu Saison gelebt und die Herbstsaison findet seinen Höhepunkt in Halloween. Sehr in Mode sind auch die Haunted Houses (Schreck-Geisterhaus), aber da bekommt mich keiner rein. Dazu passend auch der Film Annabelle… Aber da bekommt mich auch keiner rein.

Bisschen mit den Kindern Kürbis geschnitzt (Messer war ungefährlich), zuvor 7 US-$ Eintritt gezahlt, dann den Kürbis schön abgestellt, etwas Seemöwen am See gejagt,  und gegen Abend (19 Uhr) durften wir dann Hunderte von Kürbissen anschauen.

 

Zuvor war ich auf einem Konzert. Volbeat und Five Finger Death Punch. Zwei grandiose Bands, die ich zuvor auf dem Rock am Ring erleben konnte (wenn ich mich nicht für Seeed statt 5FDP entschieden hätte. Aber war dennoch grandios, Seeed muss man mal live gesehen haben).

Und wie man sieht, sind Rockkonzerte, zumindest die mit 5FDP, hier mehr von Kurzhaarigen besucht. Allerdings sind 5FDP für ihren USA-Bezug bekannt, auch wenn es im Konzert kaum aufgefallen ist. Grandios sind die Lieder alle mal

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Zurück zum Konzert. Selten war ich so enttäuscht, aber insgesamt war es doch lohnenswert. Auch wegen der netten Mitmenschen, die ich dort kennengelernt habe. Die Parkflächen zur Arena waren bei weitem nicht ausreichend, so dass 10 US-$ Parkgebühren von den umliegenden Restaurants verlangt worden sind. Der Verkehr war absolut unterirdisch, da die einzige Auffahrt von einer Ampelschaltung kontrolliert worden ist. Etwa 3 km Rückstau auf der Autobahn. Dass man die Ampelschaltung ändern könnte, mag den Veranstaltern vielleicht in den Sinn gekommen sein, aber wahrscheinlich hat es gegen eine Regel verstoßen. (“Stumpf ist Trumpf”). War also gegen 19:15 Uhr dort, die erste von vier Bands hätte um 19:00 Uhr anfangen sollen, hatte aber um 18 Uhr angefangen. Damit wurde die erste Band knapp verpasst.

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Dort angekommen, eine Menschenschlange… Wenn man die in Autos gepackt hätte, wären wahrscheinlich wieder die drei Meilen zu Stande gekommen. Und eines muss man sagen, die Menschen in Michigan sind sehr diszipliniert, wenn es ums Anstellen geht. Nicht im britischen Queuing-Sinne, sondern nur dort, wo es einen Sinn ergibt. Dann stellt man sich auch mal zwei Stunden in der Mall an, um ein Foto mit Mickey Maus im Disney-Shop zu bekommen… Inklusive Kinder, die genauso diszipliniert stehen und warten. In Deutschland wäre es wahrscheinlich zur Formation Wolke und “aktives Anstellen” gekommen. Pluspunkt USA.

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Zurück zur Menschenschlange: Das Anstellen hat 90 Minuten gedauert, da nur zwei Personen die Taschenkontrolle durchgeführt haben. Einer der Jungs mit denen ich unterwegs war, hat anstandslos das Geld zurückbekommen und ist gegangen. Minuspunkt USA (aber wenigstens wurde der Fehler eingesehen)… Die zweite Band haben wir komplett verpasst, Volbeat zur Hälfte gesehen.

Das Konzert dort selbst, war sehr zwiespältig. Man kann zum Teil sagen, dass zumindest in Michigan die Rockkonzerte zum Teil so geschaut werden, wie man einen Film schaut. Passiv mit einem Bier in der Hand (zu welchem man ein Armband braucht. Und das Bier ist umgeschüttetes Dosen Bier… Miller Light oder Ähnliches). Wäre Popcorn verkauft worden, wäre es wohl auch der Renner…

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Zu Volbeat war die Atmosphäre also sehr passiv (vielleicht auch wegen des Eintritt-Ärgers), keine Moshpits… Leider… Zu 5FDP hat es sich etwas aufgelockert, es gab vereinzelte Pits, allerdings nicht vergleichbar mit anderen Konzerten, die ich schon erlebt hatte (Prodigy 2013). Ich würde sogar fast behaupten, dass auf einem Philipp Poisel Konzert mehr Stimmung herrscht… Aber OK, andere Länder, andere Sitten.  Minuspunkt USA.

Konzert war Michigan-typisch auch schon um 23 Uhr vorbei, ich war also für den nächsten Morgen wieder bereit für die Arbeit. Pluspunkt USA

Und was mich massiv überrascht hat: Volbeat und 5FDP haben während des Konzertes die Kinder(!) auf die Bühne gebeten und es sind tatsächlich grob 15 Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren auf die Bühne gekommen und durften bisschen Stars und Gitarre anfassen… Und natürlich auch zu “Burn Motherfucker Burn” (5FDP) mitsingen. Die Musikanlage war allerdings übermäßig laut aufgedreht. Gut für das Gehör ist das nicht, aber vorne zu stehen, war bestimmt ein grandioses Erlebnis. Theoretischer Pluspunkt USA, aber Umsetzung… Mangelhaft

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Insgesamt: Von der Stimmung massiv enttäuscht, die Bands waren dafür grandios gut und man konnte sich die Stimmung nicht schön trinken, da man fahren muss und Trunkenheit wird als sehr negativ angesehen. Wenn man mehrfach torkelt, kann man davon ausgehen, dass man verwiesen wird. (Kann man mal als Pluspunkt USA gelten lassen)

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Abgesehen davon gab es Bier sowieso nur aus Dosen, umgeschüttelt in Plastikbecher. Aber auch erst nachdem man brav seinen Führerschein gezeigt hat und man das Bändchen zum Trinken erhalten hat. (Stumpf ist Trumpf-Punkt)

Das nächste Konzert steht Ende November an… Next try. Ich finde noch eine Party!

Frankenmuth

Was ist Frankenmuth? Ein kleineres Städtchen, das sich “Michigan’s Bayern” nennt. Gegründet von deutschen Auswanderern und es hält das Image deutsches Flair zu verbreiten. Die Fahrtzeit beträgt von Rochester Hills aus grob 1 Stunde… Wie eigentlich alles etwa 1 Stunde entfernt ist. Nach dem USA-Aufenthalt werden wir wohl auch mal für ein Mittagessen nach Stuttgart fahren.

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Das Städtchen ist schon sehr lieblich und sehr touristisch geprägt. Es wurde allerdings viel erzählt, dass der Ort völlig übertrieben sei. Diesen Eindruck kann ich jetzt nicht direkt geben. Es war zwar etwas Persiflage dabei, aber nicht man fühlte sich nicht wie in einem japanischen Touristendorf. Lederhosen-Tragende Personen habe ich außerhalb der Gebäude nicht gesehen, es lief auch nicht überall Blasmusik, dafür im Restaurant “An der Nordseeküste”, ein klassisch bayrischer Song.

Im Restaurant und auf der Straße ging es auch nicht sehr bayrisch zu:

Ist:

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Sollte:

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In dem “bayrischen” Wirtshaus wurde überwiegend Cola, Eistee und andere Soda-Getränke getrunken. Insgesamt fällt auf, dass während der normalen Mittagszeiten überhaupt kein Alkohol getrunken wird. Prinzipiell ja eine gute und gesunde Sache… Aber Bier ist Bier… und das lokal gebraute Bier hier in Michigan ist wirklich gut.

Es gibt hier auch eine gute Spezialität:

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Der bayrische Bier-Shake enthält ein Doppelbock mit Vanille-Eis und Buttershot. Ein Likör, bestehend aus Zucker und Butter(?!!). Wer macht denn sowas? War aber eigentlich gar nicht so unlecker.

Bestellt wurde natürlich eine kleine Fleischplatte. Hat soweit geschmeckt, der Sauerbraten hatte allerdings die Dicke einer Wurstscheibe und das Schnitzel war ein Schnitzelchen.

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Oktoberfest gab es hier keines, dafür ein Boot und ein kleines Stadtviertel (Eigentlich eher viele kleine, aber auch schöne Geschäfte und keine Wohnviertel).

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Summa summarum: Ein sehr gemütlicher Nachmittag in einem Urlaubsdorf. Man kann dort gut essen, bisschen spazieren gehen und wenn man sich dafür entscheidet, auch Boot fahren. Der Weihnachtsladen ist auch gleich in der Nähe.

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Weitere Bilder finden sich in der Galerie.

Bilder mit Nils im privaten OneDrive. Den Link solltet ihr haben, falls nicht, bitte kurz Bescheid geben.

Wo er recht hat, hat er Recht

http://www.golem.de/news/lennart-poettering-systemd-gruender-kritisiert-furchtbare-linux-community-1410-109649.html

Auf Google+ kritisiert Poettering nun aber die Open-Source-Community. Sie stehe keineswegs für Konferenzen, bei denen sich jeder auf ein Bier miteinander treffe und Beiträge, die anhand ihrer Qualität bewertet würden. Vielmehr sei die Gemeinschaft “ziemlich krank” und “voll von Arschlöchern“.

Und wenn man in das Forum schaut, sieht man, warum Poettering einfach nur Recht hat.