Direct2d and WPF

I was looking for a fast graphics API which can be used in a .Net environment, preferred in a WPF envornment.

Direct2d is the latest and greatest API, as far as I believe, which is designed to have great speed and is able to interact with Direct3d. It was not so easy to find a working example, which does not use a strange C++-Bridge to access Direct2d.

I chose to use an example project given in SharpDX – Forum and extended it to make the example more usable and capsular.

https://github.com/mbrenn/direct2donwpf/

The complete project is now available at GitHub. It creates an abstract Direct2dControl, which needs to be overridden. An example is given.

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The window itself can host the Direct2dControl as any other WPF control. Speed is great! The example app, which is delivered with the project, draws 5,000 random lines immediately.

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Hautfarben

Vorweg: Ein schwieriges Thema, bei dem ich mich sehr leicht selbst in die Nesseln setzen kann, aber ich finde, dass das Thema der “races” doch in den USA ein starkes Thema ist. Auch wenn viele Menschen hier wünschen, dass es ein Nicht-Thema ist. Wünschenswert wäre es, ist es aber nicht.

Gemäß des aktuellen Wortgefühls nenne ich Menschen mit schwarzer Hautfarbe verkürzt Schwarze und Menschen mit weißer Hautfarbe (hier auch Kaukasen genannt) Weiße. Sollte ich durch Wortwahl oder schlechten Ausdruck oder durch falsch angebrachte Ironie unsauber wirken, so bitte ich um Hinweis.

Einführung

Im Zuge der hier medial sehr hart begleiteten Tötungen Schwarzer durch weiße Polizisten hatte ich versucht herauszufinden, ob in meinem Umfeld sich Menschen mit schwarzer Hautfarbe wirklich durch offizielle Stellen benachteiligt fühlen bzw. weiße Personen bevorteilt (“White Privilege”).

Ich persönlich hatte bisher noch keinen direkten Kontakt mit der Polizei, sehe aber auf abendlichen Fahrten eigentlich immer ein Polizeiauto mit Blaulicht.

Das Problem

Obwohl ich grob mit 50 bis 100 Menschen, je nach Sichtweise, kontaktiert/befreundet (neudeutsch “Peer-Group”), befinden sich nur etwa 2 “African American” in einer dieser Peer-Group. Auf der Arbeit, wo ich zu obigen etwa weitere 25 bis 50 dauerhafte Arbeitskontakte habe, befindet sich kein einziger Schwarzer darunter. Ich habe viel Kontakt zu “nativen US-Bürgern” verschiedener Ethnien, aber für mich doch überraschender weise keinen dauerhaften Kontakt zu einer schwarzen Person. Insgesamt grob 1%. Der Durchschnitt der Gesamt-Bevölkerung beträgt grob 13%, in Oakland County, dem Kreis in dem ich lebe und mich bewege, grob 13,6%.

Da stellt sich doch natürlich die Frage: Eröffne ich mich unterbewusst (bewusst auf jeden Fall nicht) schwarzen Menschen nicht so, wie ich es bei Weißen mache, vermeide daher den Kontakt und findet daher eine unterbewusste Trennung statt? Die Frage kann ich nicht beantworten. Aber ich habe ein paar andere Indizien der Ursache gefunden.

Zuerst einmal kann ich mir im Berufsleben meine Kontakte nicht aussuchen, da sie vorgegeben sind. Daher ein starkes Indiz dafür, dass in der Arbeitswelt schon mal eine Trennung ohne meine Beteiligung stattgefunden hat.

Dann die Verteilung der Menschen in Abhängigkeit der Hautfarbe, welche mich doch echt erschrocken hat. Als “melting pot”, also Schmelztiegel, würde ich dieses Land nicht bezeichnen… Eher, mal wieder, ein Nebeneinander der Sozialgruppen statt Miteinander.

image(Klick mich),
Quelle

Wir sehen hier die Detroiter Umgebung und jeder rote Punkt zeigt 25 Weiße, jeder blaue Punkt zeigt 25 Schwarze, grün Asiaten, orange Hispanic und gelb “Andere”. Die Gegend in der ich wohne, habe ich mit einem grün Kreis eingefasst. Eigentlich wohne ich noch ein Stückchen weiter im Norden. Die “Rassenzugehörigkeit” wird übrigens vom Sozialamt erfasst (ich glaube auf freiwilliger Basis).

Die blau-rote Trennung nach Norden hin, ist die 8 Mile, die Stadtgrenze von Detroit. Eine große Trennung der Bevölkerungsgruppen gab es nach den Rassenunruhen 1967 mit 43 Todesopfern in Detroit, nach der die Weißen aus der Stadt in Richtung Norden migriert sind.

Es wird mir von Kollegen und US-Bürgern stark empfohlen nicht in Gegenden zu gehen, die hier blau markiert sind. Ob da was Wahres dran ist oder ob das nur übertriebene Vorsicht, basierend auf Vorurteilen ist, mag ich nicht ausprobieren. Dafür bin ich zu kurz in diesem Land und kann die Menschen nicht  einschätzen. Aber allein durch einen solchen Ratschlag, wird mir psychologisch eine Barriere gesetzt schwarze Menschen kennenzulernen.

Ist Detroit ein Einzelfall?

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Chicago, Los Angeles

Quelle: https://www.flickr.com/photos/walkingsf/sets/72157626354149574

Zu der Frage “warum ich statistisch zu wenig Schwarze kenne” kann ich keine abschließende Antwort geben, aber einer der Ursachen ist auf jeden Fall die wohnliche Trennung der Menschen [1]. Dies ist wahrscheinlich nicht die einzige Ursache, mögliche gemeinsame Interessen, Aktivitäten, finanzielle Möglichkeiten und Freundeskreis spielen da auch eine Rolle –  Vielleicht auch ein unterbewusstes Verlangen “unter Gleichen” zu sein [2]. Ich persönlich finde es schade.

—-

Eine gut-gemachte Mitmach-Geschichte, wie es zu dieser wohnlichen Trennung kommen kann, findet sich unter http://ncase.me/polygons/. Der Link geht momentan auf Facebook herum und zeigt dies per Spieltheorie.

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[1] Und um ehrlich zu sein: Ich mag auch nicht in dem Bereich unterhalb der 8 Mile Road wohnen. Der Bereich südlich der 8 Mile zählt als “No Go”-Area und zumindest aus dem, was ich von der Highway aus sehe, mag ich dort auch nicht hinfahren und damit wird die Grenzziehung auch von mir bestätigt.

Im Jahr 2013 gab es 333 Morde/Totschläge (Homicide) in Detroit. In Deutschland gab es im Jahr 2013 insgesamt 531 vollendete Mord und Totschläge. Auf die Bevölkerung umgerechnet ist die “Mordrate” in Detroit um den Faktor 75 höher Die Zahlen sind nicht direkt vergleichbar, da die unterschiedlichen Rechtssysteme eine unterschiedliche Definition eines Tötungsdelikts haben, aber die Größenordnung ist deutlich.

[2] Immer sehr gut bei Findungsphasen von Neu-Gruppen zu sehen, dort finden sich die Gruppen immer sehr schnell nach äußeren Merkmalen zusammen. Es ist halt das einzige Orientierungsmerkmal.

St. Claus Parade

Das ist nicht Russland beim Einmarsch in die Ukraine. Das ist ein Militärkonvoi, der den Weihnachtsumzug in Rochester anführt. Zufälligerweise war Jahrestag des Angriffs auf Pearl Harbor und die Veteranen durften hier mitmarschieren bzw. fahren. (Und die Kommentatorin (eine schreckliche Frau, hat mich an Dolores Umbridge erinnert) hat sich mindestens 10x mit “Thank you for our freedom” bedankt)

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Danach konnte der Sheriff der Stadt mal richtig zeigen was für tolle Gerätschaften er sich gekauft hatte um die Sicherheit zu gewährleisten. Hat man dies geschafft, so tritt die Michigan State Police auf…, anschließend die Feuerwehr.

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Danach kommt noch ein bisschen Werbung und anschließend die eigentliche Weihnachtsparade, die doch irgendwie an Fastnacht erinnert. Sehr lustig mit verschiedenen Musikgruppen, Tanzgruppen und Mottowagen.

Die gesamten Bilder finden sich unter:

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http://blog.depon.net/galleries/2014_12_07_claus/

In Michigan erlebt man solche Umzüge gerne sitzend mit Camping-Stühlen, was einerseits angenehm war, da den Leuten sehr schnell zu kalt geworden ist und wir so einen Platz direkt an der “Front” ergattern konnten.

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Als uns dann auch zu kalt war, gingen wir in das “Warming Tent” und anschließen in die Rochester Brauerei. Das Warming Tent besteht übrigens aus einem Heizluftgebläse am hinteren Ende des Zeltes, welches die heiße Luft dann vorne über den offenen Ausgang rauslässt… Energie ist günstig.

Warming TentEssen in der Rochester Brewery

Schild Rochester Brewery

Rochester hat sich schön gemacht

Hier in Michigan ist die Weihnachtsbeleuchtung “serious business”. Im Gegensatz zu Halloween, bei dem Häuser nur sehr vereinzelt geschmückt worden sind, wird hier zu Weihnachten die gesamte “Innenstadt” von Rochester unter Licht gelegt.

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http://blog.depon.net/galleries/2014_12_weihnachtsbeleuchtung/index.html

Deutsche Bürokratie

Da ich per Mail mehrfach verschiedene Fragen zu organisatorischen Dingen erhalten habe, eine kurze Zusammenfassung der Dinge, die mir spontan einfallen. Alles absolut ohne Gewähr, wie immer, im Zweifel das Amt oder Banken selbst fragen. Sie freuen sich… Meist haben sie keine Ahnung, wie man mit Entsandten umgeht. So zumindest meine Erfahrung. Ich habe und hatte allerdings auch wenig Ahnung, so dass ich erst Erleben muss, wie konfus doch einiges ist. Daher drückt folgende Liste meinen aktuellen Erkenntnisstand aus.

Bargeldeinfuhr

Man kann ohne Probleme Geldmittel bis zu 10.000 US-$ einführen. Das Geld ist im Zweifel auch notwendig, da man sich eventuell schnell ein Auto kaufen möchte oder Kaution für die Wohnung oder Haus hinterlassen muss. Auch das gibt es hier.

Möchte man mehr einführen, so ist eine Anmeldung erforderlich. Das Einführen selbst sollte immer noch ohne Problem funktionieren. Man möchte halt wissen, wohin die guten und bösen Leute das Bargeld hin und her transportieren.

Übersendung Geld

Geld kann man per SWIFT-Überweisung von Deutschland in die USA bringen. Dazu benötigt man den SWIFT-Code des Kontos, den man von der Bank erhält. Es wird pauschal eine “Incoming Domestic Wire Fee” von 15 US-$ bei der Chase abgezogen. Die Volksbank verlangt bei mir auch nochmals 7 US-$. Also nicht sonderlich für Kleinbeträge geeignet.

Die Überweisung braucht zwischen 3 und 7 Tagen.

Banken

Die Banken sind zu informieren, wenn man dem amerikanischen Steuerrecht unterliegt. Manche Banken verlangen ein W-9 Formschreiben, in dem man versichert irgendetwas ordentlich zu tun.

Andere Banken verlangen ein W-9 Formschreiben und kündigen einem die gesamten Depots, da sie kein Bock auf das amerikanische Finanzamt haben. Insbesondere die DWS, einem Ableger der deutschen Bank, die wohl schon öfter Probleme mit den USA hatte.

Grund ist das FATCA-Steuerabkommen. Und wenn es die Banken stresst, kann es nur gut sein. Nur globale Unternehmen dürfen bei der Deutschen Bank tricksen.

Kreditkarte

Auf jeden Fall Kreditkarte holen. Ohne Kreditkarte ist man in den USA faktisch aufgeschmissen.

Wohnsitz

Man kann den Wohnsitz beibehalten, wenn man ein Eigenheim besitzt, das leer steht und eingerichtet ist. Bei Vermietung ist es kein Hauptwohnsitz mehr und bei leer räumen auch nicht. Das gleiche gilt auch für die Mietwohnung. Behält man sie, darf man den Wohnsitz in Deutschland haben.

Ist der Ehepartner zu Hause geblieben, so gilt dies selbstverständlich auch.

Je nachdem, ob man den Wohnsitz noch in Deutschland hat, verändern sich auch untenstehende Angaben.

Elterngeld

Für das Elterngeld habe ich die Elterngeldstelle informiert. Die Frau erhält bei unserem Amt das Elterngeld trotz Aufenthalt in den USA. Es soll aber nicht bei jedem Amt so funktionieren, bei Ablehnung würde ich das rechtlich prüfen lassen, da es ja meist ein nicht zu vernachlässigender Betrag ist.

Lief bei uns aber problemlos.

Kindergeld

Die Familienkasse hat die Zahlung des Kindergeldes abgelehnt. Da das Kindergeld meines Wissens nach sowieso eine steuerliche Krücke ist, hat die Firma das Kindergeld übernommen. Ich gehe davon aus, dass es finanziell insgesamt neutral ist, da ich nun um diesen Betrag weniger Steuern zahle. Glaub ich zumindest.

Führerschein

Zumindest in Michigan wird der deutsche Führerschein klaglos nach Vorzeigen der Social Security Number und zwei Nachweisen des Wohnorts (Proof of residence) akzeptiert. Man braucht keinen Test machen. Ich wäre sowieso wieder, wie bei der schriftlichen Führerscheinprüfung damals, durchgefallen. Also… Keine Aktion in Deutschland notwendig.

In anderen US-Staaten kann dies anders sein.

Kindervorsorgeuntersuchungsnachweispflicht

Oder wie der Franzose sagen würde: Pflicht des Nachweises der Untersuchung des Kindes zur Vorsorge.

Mein Lieblingsbürokratieakt, kann hier aber nur von Rheinland-Pfalz reden. Das Jugendamt, das einen bei Fehlen anmeckert, kann die Information, dass man sich im Ausland befindet aus organisatorischen Gründen nicht annehmen. Hierzu ist die Uni Saarland zu informieren, die zu jeder U-Untersuchung ein Formblatt schicken wird, in dem man bestätigt, dass man sich im Ausland befindet. Pauschal kann man das nicht definieren.

Rechtlich gibt es in Rheinland-Pfalz keine Verpflichtung bei dem Quatsch mitzumachen und kann die Schreiben ignorieren. Man erspart aber dem Jugendamt etwas Arbeit… Soweit man möchte. Wir tun es.

Gebäudeversicherung

Besitzt man ein Eigenheim, so ist die Gebäudeversicherung anzupassen, da im Regelfall der Vertrag eine Klausel hat, dass dieses dauerhaft bewohnt ist.

Ist es nicht bewohnt, so ist der Vertrag umzustellen. Kostet bei uns etwa das 3 fache des Regelbetrages, aber das Risiko ist für die Versicherung auch wesentlich höher.

Steuern

Befindet man sich mehr als 183 Tage (und ein paar andere Sonderregeln) in den USA, so ist auch in den USA Steuern zu zahlen. Sowohl die USA, als auch Deutschland, richten sich nach dem weltweit verdienten Einkommen. Es nutzt also nichts Einkommen irgendwie virtuell um die Welt zu schieben um Steuern zu sparen. Das dürfen nur globale Unternehmen.

Dank des Doppelbesteuerungseinkommen zwischen Deutschland und USA ist allerdings nicht doppelt Steuern zu zahlen. Wie das im Detail abläuft, habe ich keine Ahnung, da hier ein Steuerbüro für uns die Steuererklärung macht.

Arbeitslosenversicherung

Da man nicht mehr in Deutschland arbeitet, hat man nach Rückkehr für ein Jahr keinen Anspruch für die Arbeitslosenversicherung. Im Regelfall gibt das Unternehmen aber schriftlich die Absicherung, dass es alle Ansprüche im Falle der Arbeitslosigkeit gemäß des Sozialgesetzes übernimmt. Das Unternehmen übernimmt also die Aufgabe des Sozialamts in Sachen Arbeitslosengeld.

Krankenkasse

Die deutsche Krankenkasse ist nicht so wahnsinnig einen in den USA zu versichern. Daher ist eine private Krankenversicherung abzuschließen, was meist vom Unternehmen übernommen wird.

Um die Rückkehr in die deutsche Krankenkasse, auch in die gesetzliche(!), zu ermöglichen, ist der Abschluss einer Anwartschaft erforderlich. Kostet bei der gesetzlichen Versicherung um die 50 EUR pro Monat. Ansonsten hat die Krankenkasse das Recht die Mitgliedschaft nach Rückkehr abzulehnen.

Rentenkasse

Normalerweise würde man in die US-Rentenkasse einzahlen, was aber Quatsch ist. Daher hat Deutschland und die USA ein Abkommen abgeschlossen, dass man bis zu 5 Jahre noch in der deutschen Rentenkasse sein kann.

Hierzu ist ein Schreiben an das Rentenamt erforderlich.

Wehrüberwachung

Unterliegt man noch der Wehrüberwachung, so ist eine Meldung an das Kreiswehrersatzamt erforderlich, dass man ins Ausland geht. Dies war bei mir aber nicht notwendig.

Kinderreisepass

Besitzt man einen Kinderreisepass, so ist es nicht erforderlich diesen gegen einen echten Reisepass auszutauschen, solange man ein Visum vor der Einreise erhalten und in den Kinderreisepass geklebt hat.

Dies ist noch nicht in allen Einwohnermeldeämtern angekommen. Ich musste unterschreiben, dass ich das Amt im Falle einer abgelehnten Einreise nicht dafür verantwortlich mache, lief aber problemlos.

Da dies sich aber ändern kann, im Zweifel Kontakt zur Botschaft pflegen und prüfen, was notwendig ist. Der Reisepass selbst muss auch noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Nachsendeauftrag

Möchte man, dass die Briefe aus Deutschland in die USA weitergeleitet werden, kann man einen Nachsendeauftrag für 25 EUR pro Halbjahr einrichten. Die Briefe brauchen dann grob 2 Wochen, bis sie hier ankommen.

Es ist zu beachten, dass Briefe, die über andere Dienstleister verschickt werden, diesen Nachsendeauftrag nicht kennen oder gar beachten. Es lohnt sich daher jemanden zu beauftragen den Briefkasten zu prüfen und ggfls. zu leeren.

Wohnungsnebenkosten

Wenn man noch proaktiv ist, kann man die Strom-, Gas-, Wasserunternehmen nach einer Anpassung der Abschläge bitten, da man wohl weniger verbraucht.

Ich habe es nicht getan und erfreue mich an den Rückzahlungen. Wahrscheinlich wird das aber im nächsten Jahr umgekehrt laufen.

Zusammengefasst

Es ist einiges zu tun, bei vielen Dingen erhält man nicht sofort, sondern erst nach Wochen eine Rückmeldung. Insbesondere die Ämter und die Banken tun sich schwer.

digiKam und Lightroom

Bei mir haben sich mittlerweile seit Januar 7.000 Fotos angesammelt, die nach und nach nahezu unmöglich zu handhaben sind.

Daher habe ich ein Programm gesucht, dass die Verschlagwortung und Bewertung von Fotos unterstützt. Zuerst habe ich natürlich nach einem OpenSource-Programm gesucht, das eine einigermaßen gute Reputation hat.

Habe mich für “KDE digiKam” entschieden. Es existiert unter Windows und läuft recht performant und angenehm. Die Bedienung ist akzeptabel und der Importvorgang der Fotos lief erstaunlich schnell.

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Nachdem ich nun etwa 1.000 Fotos verschlagwortet (neudeutsch getaggt (oder schlechter: getagged)) habe, fror das Programm ein. Neustart des Rechners hat nichts genutzt: Jedes Mal wenn ich das Programm neugestartet habe, ist es nach ein paar Sekunden wieder eingefroren und blieb es auch über viele Minuten.

Fazit: Unbrauchbar… (Ich könnte jetzt über OpenSource-Entwicklungsmodelle meckern, überspringe es aber).

Zumindest habe ich grob 2 Tage meines Lebens umsonst verbracht (Beziehungsweise gelernt, dass gute Dinge einfach Geld kosten).

Lightroom

Als Alternative haben viele Kollegen Adobe Lightroom genannt. Gesagt, getan, habe mich dazu motiviert dies zu kaufen. Es soll um die 120 EUR kosten. Ein nicht geringer Betrag.

Die Realität sind aber anders aus: Adobe ist Richtung “Adobee Creative Cloud” geschwenkt und alle Programme gibt es nur noch als Leihbasis für 13 EUR pro Monat. Wenn man auf die US-Seite geht, sind nur 10 US-$ pro Monat erforderlich, man spart also ein paar EUR pro Monat und da ich als “non-permanent US-Immigrant” zähle, bin ich auch berechtigt.

Habe mich entschieden den Leihvertrag zu starten, da die Änderungen direkt in die Metadaten der Bilder geschrieben werden und man somit nach Abbestellung die Bilder weiterhin sortiert hat.

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Mein erstes Fazit:

- Der Importvorgang von einem NAS braucht ewig. Hier muss Adobe auf jeden Fall noch nacharbeiten.
- Das Programm selbst ist dann relativ flott, auch wenn die GUI “hängend” ist. Aber das Verschlagworten und Setzen anderer Metadaten läuft im Sekundentakt.
- Sehr angenehme Workflows und sehr angenehme Dokumentation. Nahezu alles wird erklärt.
- Als ersten Schritt kann man Fotos erstmal “akzeptieren (Pick)” oder “ablehnen (Reject)”. Es geht in jeglicher Ansicht und erinnert mich an so manche Hot-Or-Not-Portale. Man drückt nur noch ‘P’ und ‘X’ um die erste Grobauswahl zu treffen. 
- Das Verschlagworten erfolgt per “Sprühflasche” in der großen Ansicht. Echt angenehm
- Veränderungen am Bild werden als “Änderung” gespeichert. Das Originalbild bleibt unangetastet. Auch wird keine Kopie des Bildes erzeugt, sondern die Anweisungen werden dynamisch am Originalbild ausgeführt. Dies spart Speicherplatz.
- Sammlungen, also Unterordner, werden auch per Link erzeugt. Man kann daher ein Bild problemlos vielen Sammlungen zuordnen und später dann geschlossen und mit Veränderungen exportieren.
- Das Geo-Taggen, also dem Zuweisen von Koordinaten, läuft über Google Earth in angenehmer Weise.

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Nachteilig ist ganz klar der hohe Speicherbedarf (1.5 GB RAM momentan) und der Zwang zum Onlineabo. Software gehört einem wohl nicht mehr, sie ist nur geliehen. Auch Microsoft ist ja bekanntlicherweise mit Office 365 auf diesem Zug aufgestiegen.

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Insgesamt bin ich für ein Adobe-Produkt schwer überrascht. Aber dieser Online-Zwang…. Ich komm darüber nicht weg. (Um es genauer zu definieren: Die Bilder müssen nicht online sein, aber das Programm wird wohl regelmäßig die Lizenz pflegen.)

Halbzeit

Diesmal mehr Text als Bilder… Pardon.

Nach 213 Tagen ist nun Halbzeit bzw. Bergfest angesagt. Der Arbeitsvertrag ist seit 213 Tagen effektiv und wird noch sind zwar 212 vertragliche Tage aktiv sein. Ins Land bin ich 11Tage später eingereist, aber den Urlaubsanspruch von 15 Tagen im ersten Halbjahr werden wir auch noch reisend in den USA verbringen. Also dürfte es auch arbeitstechnisch eine Halbzeit sein.

Nils ist jetzt seit einer Woche trocken und geht eigenständig tagsüber auf Toilette. Ich weiß noch nicht, ob dies eine Erleichterung oder mehr Arbeit ist… „Pipi, Kaka, Durst“ und Plätzchen sind gebacken.

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Ich für mich habe entschieden, dass ich keinem hypothetischen Verlängerungsangebot zustimmen würde, auch wenn der Aufenthalt hier zwar interessant, schön, erlebnisreich und auch entspannend ist. Auf der anderen Seite ist er mir aber zu entspannend und das Land hat viele Eigenheiten, die mir doch widerstreben.

Zu allererst: Der persönliche Kontakt ist sehr angenehm. Man lernt, wie ich schon geschrieben hatte, sehr schnell Menschen kennen, wenn man interessiert und offen ist und man kann auch gute Abende bzw. Unternehmungen (activities) haben. Die meisten Menschen sind im öffentlichen Umgang sehr freundlich und sehr zuvorkommend. Als Beispiel (hatte ich glaub ich schon geschrieben): Man braucht sich überhaupt keine Sorgen zu machen, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Wenn ich mit Kinderwagen nur in Richtung einer Tür laufe, wird jemand kommen und diese Tür aufmachen. Sei es ein Angestellter oder eine andere Person. Auch ist jede Veranstaltung kindertauglich, sehr angenehm. Kinder sind ein Teil der Gesellschaft und nicht ein Übel und es gibt unendlich viele und gut ausgestattete Kinderspielplätze oder andere Kinderveranstaltungen.

IMG_7843(Michigan im Winterschlaf)

Und während der deutsche Autofahrer schon mit allen Zähnen ins Lenkrad gebissen hat, überlegt man in Michigan ob man nach 2 Ampelphasen genug Platz im fließenden Verkehr hat um einzuscheren. Überraschend angenehm und überraschend im Vergleich zu sehen, wie aggressiv der deutsche Straßenverkehr doch ist (mich eingenommen, da ich am Anfang doch mehrfach das Gefühl hatte ins Lenkrad beißen zu müssen. Wenn ich zurückkomme, werde ich wohl öfters mal die Hupe hören). image

Und: Es gibt Radiosender, die das gesamte Jahr Rockmusik rund um die Uhr spielen (dabei leider eine genauso große Musikbibliothek wie YouFM haben).

Warum ich nicht verlängere, sieht man auch hier zum Beispiel an den Weihnachtsvorbereitungen. Es ist alles wunderbar geschmückt, die Geschäfte bringen ein Angebot nach dem anderen und es gibt Radio-Sender, in denen läuft rund um die Uhr Weihnachtsmusik („Last christmas, I gave you my heart…“). Fehlt was? Ja! Die Gesellschaft und die Weihnachtsmärkte mit Trash, Bratwurst (ich würde auch Hotdog, Steak-Brötchen oder SpiBraBrö (Spießbratenbrötchen) nehmen) und vor allem Glühwein. Wie schon geschrieben, gibt es hier im öffentlichen Raum faktisch keinen Alkohol und man kann sogar fast sagen, dass es außer Soda und Kaffee faktisch kein öffentliches Essen und Trinken gibt. Menschenmengen sehe ich eigentlich nur auf Konzerten und Sportveranstaltungen, aber nie unter freien Himmel.

IMG_7239(New Orleans)

imageRochester Village

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Man kann vielleicht überspitzt sagen, dass viele Menschen hier nebeneinander statt miteinander leben. Vom Sozialen her habe ich allerdings ein paar Gruppen gefunden mit denen man auch mal mehr als nur Smalltalk reden kann. Es ist dennoch was anderes als Gespräche mit Freunden, die man schon seit vielen Jahren kennt und mit denen man viele Dinge erlebt hat. Und da hier die meisten Veranstaltungen gegen 18 Uhr anfangen, mag ich noch nicht das Haus verlassen, wenn die Kinder noch nicht im Bett sind.

Den Detroiter Weihnachts“markt“ wollen wir uns mal nächste Woche anschauen, ich lass mich mal positiv überraschen.

Das Land und dessen Infrastruktur erinnern mich eher an die Türkei in den 90iger Jahren statt einem modernen westlichen Land. Man kann damit leben, man ist aber doch immer wieder verwundert, wie man die Philosophie des Pragmatismus auch im Alltag leben und erleben kann. Es gibt hier Menschen, die wedeln an Kreuzungen mit Werbeschilder und die gefühlte Sicherheitslage in manchen Innenstädten ist schlimmer als das, was ich bisher schon international erlebt habe (wenn auch ich noch nicht in vielen internationalen Städten oder Gegenden war). Und was bei uns die Staubsauger sind, sind in den USA die Föns… Je lauter und je mehr Leistung, desto besser…. und sie sind ekelhaft laut.

IMG_7091(New Orleans)

Ich persönlich trinke meinen Kaffee im Büro mittlerweile auch aus dem Styroporbecher, rege mich nicht mehr darüber auf, dass ich Windeln, Kompost, Hausmüll, Glas und Papier in einen Mülleimer werfe und fahre auch mal 20 Minuten um einen Kaffee zu holen. Das Auto lass ich dennoch nicht laufen, wenn ich auf einem Parkplatz warten muss. Im Gegensatz zu den Einheimischen. Ein wenig habe ich mich amerikanisiert, ich träume mittlerweile auch manchmal in Englisch und Entfernungen „denke“ ich mehr in Meilen als in Kilometer. Zu Alice und den Kindern kommuniziere ich aber noch auf Deutsch, auch wenn Nils immer mehr auf Englisch antwortet. Ich würde mich nicht als amerikanisch bezeichnen, aber ein paar Kleinigkeiten habe ich auf jeden Fall übernommen. Wie viel werde ich wohl erst merken, wenn ich wieder zurück nach Deutschland komme. So befinde ich mich momentan in einer Blase zwischen den Kulturen.

Ich werde mich verändert haben (vielleicht ein wenig entspannter und mutiger bei Schwierigkeiten) und ihr werdet euch verändert haben.

image (Leider wurde ich in diesem Laden nicht nach meiner ID gefragt)

Apropos zwischen den Welten: Durch meinen doch recht kurzen Aufenthalt von 14 Monaten befinde ich mich in einem Schwebezustand, der nicht nur ein wenig stört. Es gibt hier im Haus oder im Auto Kleinigkeiten, die etwas nerven und die man korrigieren könnte. Da ich aber nur noch 7 Monate im Land bin, pack ich es nicht an, da es doch „verlorenes Geld und verlorene Zeit“ wäre. Das gleiche auch mit dem kleinen Hobby Modellbau. Die Ausrüstung ist zu Hause und hier neue Ausrüstung zu kaufen, lohnt sich irgendwie nicht. Auch sind gerade leistungsstarke Elektro-Geräte nur 110 Volt fähig und damit zu Hause nicht einsetzbar. Man will eigentlich also viel machen, sagt sich aber, dass sich die Arbeit nicht lohnt, da man die Früchte nur kurz genießen kann. Man ist nur zu Besuch hier und ist nicht heimig, man identifiziert sich nicht mit der Wohnung, dem Autos oder der Umgebung. Es ist im Gedanken immer nur eine kurze Zeit und man lebt auf Abruf. Stößt man auf Schwierigkeiten, löst man sie, indem man sagt: “Muss ja nur noch eine kurze Zeit ertragen”.

Die kalte Jahreszeit hat hier seit grob 2 Wochen angefangen. Auch wenn der Schnee weggetaut ist, sind hier momentan zwischen -5°C und 10°C (bzw. 20°F bis 50°F), die Heizung läuft auf Volldampf und hat in den letzten zwei Wochen 60 US-$ Gas gefressen. Mjam, mjam. Die Außenveranstaltungen werden daher abnehmen, Michigan versinkt in einen Winterschlaf. Abgesehen von der Tatsache, dass bei der nächsten Kältewelle die Ski und Schlitten-Gebiete hier in der Nähe geöffnet werden (nur der Form halber: Après Ski gibt es hier nicht). Ich freu mich drauf! Abgesehen davon ist jeden Montag die Run&Beer Gruppe und Marilyn Manson ist hier im Februar… Es gibt noch sehr viel zu tun und ab nun wird die Zeit wohl rennen. Gegen Ende wünsche ich mir wohl mehr Zeit gehabt zu haben…

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(Man betone: Dies ist ein Rock-Konzert mit VIP-Sitz-Bereich. Genau das Richtige für diejenigen, die auch beim Rock’n’Heim in den VIP-Camping-Bereich gehen)

Dennoch: Alles in allem bin ich auf die nächsten 7 Monate gespannt. Wenn heute ein Flugzeug kommen würde, würde ich ablehnen, wenn allerdings in 7 Monaten kein Flugzeug kommen würde, wäre ich traurig. Und wenn ich folgendes Bild sehe, bekomm ich ein riesiges Verlangen (SFW). Ich glaub das wird mein erstes Essen in Deutschland.


http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%B6ner_Kebab

Zufälligerweise ist in der FAZ auch folgender Artikel vor einigen Tagen veröffentlicht worden: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/lagebericht-in-45-punkten-amerika-13290374.html

„Weltmacht? Dieses Land kann so nicht mehr funktionieren.“

Er ist nicht sonderlich abwegig.

Microsoft Band

Im Zuge dieser ganzen Thanksgiving, Black Friday-Aktionen, habe ich mir ein Microsoft Band gekauft.

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Obwohl es angeblich ausverkauft war, bzw. zu wenig produziert worden ist, haben wir im Microsoft Store der Sumerset Mall ein solches Band in der Größe M erhalten.

Bisher konnte ich es erst 24 Stunden testen und mein bisheriges Fazit ist hardware-technisch positiv, aber software-technisch recht schwach. Eigentlich umgekehrt, wie ich es in letzter Zeit gewohnt bin.

Die Uhr liegt überraschend leicht am Handgelenk und ist recht einfach zu bedienen. Beim ersten Hochfahren leitet das Display einen durch den Installations- und Kopplungsprozess mit meinem Windows Phone-Telefon. Lief soweit problemlos. Man kann seine Farben und Hintergrundbilder festlgegen.

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Am ersten Tag muss ich sagen, dass die Erfassung des Herzschlages einwandfrei klappt und auch die Schritte werden gut gezählt (auch wenn ich das Gefühl habe, dass er etwas viel Schritte zählt. Kann aber auch nur ein Gefühl sein. Wenn ich gehe und dann vergleiche, komme ich grob hin). Das Display ist einwandfrei ablesbar und der Umfang der Bandes ist einstellbar.

Nachrichten werden vom Telefon sofort auf die Uhr gespielt und sie vibriert gut. Auf der niedrigsten Einstellung ist sie für mich schon deutlich zu spüren. Leider werden Mails nicht vollständig übermittelt, sondern nur grob die ersten 300 Zeichen.

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Nun aber zur Mobil-Software: Wie man bei Windows Phone gewohnt ist, scheint die Umsetzung dort nur zweite Klasse zu sein. Die iPhone und Android-Software soll relativ gut sein, dies kann ich hier nicht sagen.

Über die Software kann man die Kacheln der Uhr definieren. Man hat die Auswahl aus den verschiedenen Kommunikationskanälen (Mail, Facebook, SMS), aber auch Wetter, UV-Licht (wird per Sensor gemessen) und Starbucks Pay(!). Man kann scheinbar mit der Uhr drahtlos den Kaffee bezahlen. Eine 5 EUR Starbucks-Karte lag dabei.

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Ruft man ein Schlafprofil ab, so stürzt die App reproduzierbar ab. Auf dem Band selbst sind die Daten nicht mehr abrufbar. Auch scheint der App sehr minimalistisch zu sein. Sehr viel Optionen und Auswertungsmöglichkeiten habe ich bisher nicht gesehen.

Auch sind die Daten nicht über das Web abrufbar oder gar exportierbar. Leider ist nicht ersichtlich, ob die Daten vom Telefon in die Cloud hochgeladen werden oder ob sie dort verbleiben. Ich vermute ersteres, zumindest wird man gefragt, ob man damit einverstanden ist. Abrufbar sind sie (für mich zumindest) dort nicht.

Zusammengefasst:

Die Uhr selbst

  • Sehr angenehmes UI-Konzept
  • Problemlose Einrichtung
  • Bisher zuverlässige Datenerfassung (allerdings erst 24 Stunden getestet)
  • Leider nur imperiale Einheiten (Fahrenheit und Meilen)
  • Würde bisher 4 Sterne hinterlassen. Für den deutschen Markt muss auf jeden Fall noch das Problem der Internationalisierung gelöst werden.
  • Benachrichtigung bei Mails/Nachrichten funktioniert ohne weiteres

Die Mobilsoftware:

  • Bisschen fremd zu bedienen, die WP-UI-Guidelines wurden nicht vollständig eingehalten
  • Stürzt manchmal ab
  • Hinterlässt insgesamt kein gutes Bild
  • Zwei Sterne habe ich im Shop hinterlassen

Der Hauptvorteil bisher: Man schaut weniger auf das Handy und ist daher weniger abgelenkt.

Insgesamt: Das das Band auch ohne App nutzbar ist, bin ich soweit zufrieden, aber es ist noch viel Potential nach oben.

Die Krankenhausrechnung

Hier in den Medien geht gerade die Geschichte von dem 950.000 US-$ Baby herum:

http://www.cbc.ca/news/canada/saskatoon/jennifer-huculak-kimmel-billed-950k-us-after-giving-birth-in-u-s-1.2839319

Eine junge Dame aus Kanada hatte in den USA eine drohende Frühgeburt mit 2-monatigen Krankenhausaufenthalt und anschließendem Kaiserschnitt. Dafür sind 950.000 US-$ zu bezahlen – Die Versicherung zickt.

Dass dies nicht nur eine Übertreibung ist, sondern jeden passieren kann, sehen wir auch an unserer Krankenhausrechnung.

Für Nils Armbruch,

  1. für den 4 Röntgenbilder in einer Sitzung gemacht worden ist,
  2. 3 Minuten Gespräch mit dem Arzt (der was von eine Speichen-Verletzung, statt Ellen-Verletzung erzählt hatte),
  3. einem Gibsverband, der in 15 Minuten gemacht worden ist
  4. und insgesamt zwei Stunden Wartezeit (siehe http://blog.depon.net/index.php/2014/08/23/krankenhaus-der-zweite-besuch/)

haben wir die Rechnung erhalten. Zuerst hatte die Krankenkasse auf Grund eines Missverständnisses nur teilweise bezahlt, nach Rückfrage nun komplett. (Über offene Themen kann ich leider nicht bloggen, da dies im Zweifel auch von Versicherungen gegen mich verwendet werden kann)

Sie wollen dafür:

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und (was die zweite Rechnung soll, verstehe ich nicht, aber vielleicht das ja der Gipsverband, nachdem wir für die Wartezeit in der Notaufnahme 968 US-$ bezahlt haben). DX Code 813.43 scheint ein geschlossener Armbruch zu sein.

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Also insgesamt mehr als 1.400 US-$… Darin ist der eigentliche Gips nicht erhalten.

Viele Kleinigkeiten, mit denen man sich herumärgern muss, entweder ohne Ahnung zu haben oder mit deutschen Problemen (Gruß an das Jugendamt) nur aus der Ferne korrespondieren können.