Toronto

Als kleiner Nachtrag ein paar Bilder aus Toronto und Missisauga

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Leider nur ein paar, da ja bekanntlicherweise der Akku leer war.

Zu Toronto… eine wunderbar, alternativ  und kulturoffene Stadt Stadt. Wie in Chicago, kann man auch hier wunderbar leben, essen, Kultur genießen und wahrscheinlich auch feiern und trinken. Wie Kanada zu sein scheint, scheinen auch die Einwohner dieser Stadt stolz auf ihre Offenheit und Freundlichkeit zu sein.

Passt irgendwie zu ihrem Bürgermeister. http://de.wikipedia.org/wiki/Rob_Ford#Crack-Aff.C3.A4re . Genauso verrückt.

Niagara-Fälle

Oder “Niagara-Falls”. Zuerst ein paar Fotos… Leider ist während des Wochenendes meine Batterie der Kamera leer gegangen (siehe hier) . Daher konnte ich nicht soviel Fotos, die ich danach wieder lösche. Man musste sich vorher Gedanken machen, was man eigentlich fotografieren mag.

Die Reise vor zwei Wochen nach Kanada verlief im Allgemeinen problemlos. Am Grenzübergang wurde ich gefragt, was wir eigentlich wollen und wohin wir fahren… Mississauga… ein merkwürdiger Ort, der mit dem Irish Pub. Musste ich auch drei mal aussprechen, bis ich wohl die erwartete Aussprache getroffen hat. Stempel, Stempel, durch ist…

Rückfahrt in die USA war etwas schwieriger, da hat der Grenzbeamte tatsächlich die Autotür geöffnet und geschaut, ob die Personen im Auto mit denen der in den Pässen übereinstimmt. Ansonsten auch problemlos, Kontrolle würde ich es nicht nennen.

Aber ich habe auch wieder gesehen, wie schön es doch in der EU ist. Wir mussten auf der Rückreise bestimmt 45 Minuten im Grenz-Stau stehen, das dann für eine Kontrolle, die faktisch für die Katze war.

Zurück zu den Niagara-Fällen: Eine echt schöne Gegend. Auf Grund von Erzählungen hatte ich erwartet, dass das gesamte Gebiet sich irgendwie in einer Innenstadt befindet und eine Betonlandschaft um die Wasserfälle existiert.

Natürlich gewachsen würde ich die Gegend zwar nicht nennen, aber es war auch nicht völlig überladen. Man konnte zumindest keine blinkende Helikoptoren, klimpernde Eiffeltürmchen oder komische Raupenviecher kaufen. Naherholungsgebiet ist es auch keines, aber überfüllt war es auch nicht.

Die Wasserfälle selbst wirken einfach gigantisch und die Bootsfahrt hat sich in meinen Augen auf jeden Fall gelohnt. Den Fußweg hinter den Wasserfällen und Ähnliches haben wir jetzt nicht getestet. Nils ist schon genug gelaufen, war aber eigentlich ganz friedlich.

Ein paar Bilder von Nils habe ich auch in den privaten One-Drive Bereich hochgeladen.

Man kann feiern… und kommt nach Hause

Über ein Expat-Netzwerk (internations.org) kam ich durch Zufall auf eine Feier, die den Namen Party auch verdient hat.

Es gab “Bier” (Budweiser, mit Himbeergeschmack, Vanille-Geschmack mit Java-Kaffeebohnen drin, aber auch Heineken), Wodka-Jelly und andere, übliche Getränke, in Kombination mit Fleisch und Fleisch, war insgesamt sehr gelungen. Ein sehr internationales und nettes Publikum.

Das eigentlich Wichtige ist, dass hier im Oakland County Uber, der Fahrten-Vermittler, doch recht aktiv ist. Für etwa 15 km musste ich 20 US-$ bezahlen. Nicht ganz billig, aber wenigstens eine Möglichkeit sich fortzubewegen ohne selbst Auto fahren zu müssen.

Und nebenbei habe ich “Bier-Pong” zum ersten Mal in der Realität gesehen.

 

Wenn Nils noch anfängt die Kita zu akzeptieren, dann habe ich hier eigentlich keine großen Baustellen mehr.

Detroit Tigers

Zum allerersten Mal im Leben auf einem Baseballspiel, jeder hatte mich vorgewarnt, dass dies unendlich langweilig sei.

Wenn man die reinen Zahlen anschaut… ja… Die ersten 90 Minuten sind 0 Punkte gefallen (wie im Fußball) und nur bei jedem dritten bis fünften Wurf trifft der Schläger den Ball. Meist gibt es Strikes oder Balls. Trifft der Spieler tatsächlich mal den Ball, so wird er von den Außenläufern gefangen und der Schläger ist raus.

Die Stimmung war irgendwie echt angenehm. Es wurde viel unterhalten, dabei schön Hot Dog gegessen und ein Bier getrunken. Nebenbei lief das Spiel.

Nachdem mir ein US-Amerikaner nicht nur die Regeln, sondern auch die vielen kleinen taktischen Finessen in dem Spiel erklärt hatte, wurde es… ich muss es zugeben… doch irgendwie interessant.

Warum sind die Fänger nun an direkt an der Base, warum entfernen sie sich jetzt bis zu 5 Meter, obwohl sie direkt angelaufen werden kann? Wenn der Catcher den Spiel aufnimmt, an welche der vier Bases wird nun der Ball geworfen? Nebenbei versuchen die Spieler an der Base (falls es tatsächlich echt einer mal geschafft hat), sich nach vorne zu schummeln, die dann vom Werfer abgeworfen werden können.

Viele kleine Taktiken und Entscheidungen der Spieler, die einem Zuschauer wie mir einfach verborgen sind, dazu kommen Schiedsrichter-Entscheidungen, die einfach absolut subjektiv sind. Jeder Schiedsrichter hat seine eigene Definition, was ein Ball oder Strike ist, aber die Spieler stellen sich sehr schnell darauf ein. Das Spiel besteht nicht nur aus dem Zweikampf zwischen Werfer und Schläger, es gibt eine überraschende Zusammenarbeit und proaktives Handeln des restlichen Teams im Falle(!) eines wirkvollen Schlages.

Detroit hat (wie immer) mit 6 zu 2 Punkten verloren. Es gab insgesamt nur 3 von 9 Innings in denen Punkte gefallen sind. Die gesamte Sache hatte 3 Stunden gedauert.

No-Fault-Law…

… oder Handeln ohne die Konsequenzen zu tragen.

Alice rief mich heute morgen, dass sie einen Autounfall auf der Stadtstraße hatte. Verletzt ist keiner, der Schaden am Auto wird sich wohl auf kleiner als 1.000 EUR belaufen [kaum sichtbar, ein paar Kratzer an der Stoßstange, werden das aber noch prüfen lassen]. Das eigentlich “Amüsante” ist der Unfallhergang.

Im Moment habe ich noch einen Blog-Eintrag in Reserve, der folgendes Statement über den Autofahrer aus Michigan enthält:

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Was ist nun passiert? Alice fuhr auf dem Highway mit etwa 50 km/h, als sie von hinten “gerammt” worden ist… Sie hat vorher weder gebremst, sie ist normal und gleichbleibend gefahren. Die Dame aus dem Hinterfahrzeug fuhr mit gefühlten 15 km/h Differenz auf das Fahrzeug auf…. Ihr Laptop und die Handtasche wären vom Beifahrersitz gefallen und sie wollte das Zeug gerade aufheben, dabei hat sie wohl das fahrende Auto vorne nicht gesehen(!!!). Wie oben schon geschrieben: Die Autofahrer fahren hier wie die Blinden! Und das ist noch lieb ausgedrückt.

Nun das noch Amüsantere: In Michigan existiert scheinbar ein sogenanntes “No-Fault-Law” im Straßenverkehr. Dies bedeutet, dass der Straßenverkehr als “Risikozone” erklärt ist, bei der jeder im Falle eines Unfalls den eigenen Schaden trägt. Es wird nicht nach der Schuld gefragt. Ausgenommen ist der fehlende Versicherungsschutz, Alkohol am Steuer, Unfälle mit Todesfolgen und fehlende Fahrerlaubnis.

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Da der Schaden wohl auch unterhalb der Eigenbeteiligung von 1.000 US-$ liegt tragen wir wohl diesen, obwohl die Dame völlig blind mit einem völlig destruktem Auto in uns hineingefahren ist. Polizei und Versicherung bestätigten diese Annahme, man kann maximal 1.000 US-$ bei vorsatzähnlichen Delikten fordern, dies werde ich aber noch prüfen lassen.

Das noch Amüsantere: Da die Versicherung logischerweise informiert ist, wird unsere Versicherungsprämie vermutlich heraufgestuft, da die Statistiken zeigen würden, dass Fahrer, die verschuldet oder unverschuldet in Unfälle geraden, häufiger auch verschuldet in Unfälle geraten. Das Prinzip des Schuldverursachers scheint ein typische deutsches Ding zu sein.

Aber überraschenderweise sind die Gesamtschäden in Staaten mit “No-Fault Law” signifikant höher.

Kanada und das Irish Pub

Zum ersten Mal im Leben bin ich nun auch mal in Kanada. Am ersten Abend, als das Apartment schon auf dem Weg Richtung Schlaf war, beschloss ich mal die Stadt Missisauga anzuschauen. Draußen war ein Sambafest, welches allerdings pünktlich zum Abschluss der Kofferauspack-Arbeiten zu Ende war.

Missisauga selbst hat bis auf eine Einkaufsmeile (Square One) relativ wenig zu bieten. Auf dem Heimweg, deprimiert und einsam, hat sich in der Ferne ein blinkendes Licht gezeigt… In Form eines Guiness Glas und darauf stand Irish Pub. Donnerstag Abends ist dort Open Mic mit mittleren, schlechten und sehr schlechten Sängern und Gitarristen. War aber einfach mal schön eine Atmosphäre der Heimat, Irish Pub, Guiness, Live Musik und eine urig-gemachte Kneipe zu erleben. Es fehlten nur noch die Menschen, ihr, und Gespräche aus der Heimat.

 

Dennoch kam ich in Kontakt mit einem Holländer, vor 10 Jahren ausgewandert und nun ein Fan der deutschen Nationalmannschaft und seiner Gruppe. Apropos Nationalmannschaft, seit etwa 1 Woche sieht man hier, sowohl in den USA, als auch in Kanada, täglich mindestens 10 Autos mit deutschen Nationalflaggen in den billigen Flaggenhaltern und auch in einem Hochhaus von Chicago war eine einzige Flagge zu sehen… die deutsche Flagge. Insgesamt dennoch ein sehr unterhaltsamer Abend bei dem ich mich vor der dritten Runde aus dem Staub gemacht hatte, wir wollten am nächsten Morgen früh los.

Jägermeister-Redbull (Jägerbomb) trinkte man dort mit einem Schnapsglas Jägermeister in einem breiten 0,2er Glas, ähnlich einem Laternchen. Hatte kein Handy dabei, bdaher kein Foto für dich.
(Bild aus dem Internet)

Die Kanadier, bzw. auch der besoffene Holländer, sind auch in der Nähe der US-Grenze tendenziell ganz anders unterwegs. Sie sind stolz auf ihre Freundlichkeit („You got a problem? Just ask a Canadian“) und es findet weniger auf der „How are you“-Smalltalk-Ebene statt mit der ich mich eigentlich angefreundet habe. Es gäbe hier auch ein „Hun’s Pub“ in der die ganzen ausgewanderten Deutschen sind und bei jedem deutschen Tor eine Freirunde auf Kosten eines der etwas betuchteren Stammgäste. Während des Finalspiels sind wir allerdings wieder zu Hause in Rochester Hills.

Der Verkehr ist ultraentspannend, bei 100 km/h Geschwindigkeitslimit auf der Autobahn stellt man die Geschwindigkeit + 3 km/h in den Tacho ein und hat absolute Ruhe. Man fährt einem LKW in 100 Metern Abstand über 15 Minuten hinterher und keiner überholt ihn und man wird selbst nicht überholt… Ich werde immer mehr ein Verfechter eines allgemeinen Geschwindigkeitlimits auf der Autobahn. Es würde mich zwar aus Prinzip annerven, aber es ist einfach so viel schöner zu fahren. Die Straßen sind nicht nur sauber, sondern auch ordentlich und ohne Schlaglöcher asphaltiert.

Kanada… kann man gehen!

Viel Fotos wird es nicht geben, da ich vergessen hatte den Kamera-Akku aufzuladen, daher konnte ich nicht so „breit“ fotografieren.

Chicago II

Die Bilder unter: http://1drv.ms/1zl7tLR

Spiel ist vorbei, jegliche „Frankreich kapitulierte vor Deutschland“-Witze lass ich, das Halbfinale kann kommen.

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Chicago am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag, ist krass. Auf der Pier, DER Location zum Feuerwerk, strömten gegen 18 Uhr Unmengen an Menschen, wie ich sie nur auf Großfestivals gesehen hatte. Nach und nach füllte sich der Pier, aber da Nils schon etwas fertig war, haben wir den Platz verlassen. War wahrscheinlich eine gute Entscheidung. Auch wurde an diesem Tag ein Kinderwagenverbot in den U-Bahnen erlassen, wir fuhren aber entgegen dem Strom.

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Im Kneipenviertel am Apartment angekommen, böllerten die Amerikaner wieder wie die Bescheuerten über den gesamten Abend bis in die tiefe Nacht hinein. Die Böller sind hier auch wesentlich stärker, lauter und heller.

Es wird ausgelassen gefeiert, aber in meinen Augen hat das Fest so viel mit Amerika zu tun, wie der Johannes-Markt an Johannes gedacht wird. Man sah vereinzelte Flaggen, man sah vereinzelt Amerikaner, die billigste US-Klamotten, US-Hüte bzw. US-Brillen anhatten. Im Großen und Ganzen eine gute Gelegenheit mal rauszukommen. Als große Sauferei, wie unsere Feste, ist mir der Abend nicht vorgekommen, aber ich habe wenigstens seit langem mal wieder betrunkene Menschen gesehen.

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Wenn man einen solchen Böllerabend ohne die dahinterliegenden Emotionen betrachtet, empfindet man so eine Ballerei doch als recht asozial und überflüssig. Silvester in Deutschland erlebt man sozial, mit Freunden und macht selbst mit. Zum Unabhängigkeitstag hier, die Kinder auch schon etwas fertig, hab ich wenig Verbindung und da erscheint das Zünden von Feuerwerk doch nervig bis aggressiv.

NACHTRAG: Wie ich heute auf der Arbeit erfahren habe, sind 11 Personen bei Schießereien umgekommen… Habe davon nichts mitgekommen, auch wirkte die Atmosphäre nicht annähernd so gewalttätig. Aber Chicago ist groß und ich habe noch kein Gefühl für amerikanische Aggressivität. NACHTRAG ENDE 

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Am dritten Tag haben wir eine Omnibus-Stadtrundfahrt vorgenommen und viele verschiedene Plätze gesehen und besucht. Man kann einfach sagen: Die Stadt lebt und sie lebt schön! Viele Restaurants, viele Kneipen, viele interessante Plätze, wie Museen, ein sehr schöner Hafen und natürlich auch die obligatorischen Parks. Der Bereich um unser Apartment war auch heute, am Tag nach dem Unabhängigkeitstag lebendig, jung besucht und lebensfreudig. Nach morgendlichen, zufälligen Gesprächen beim Kaffee holen macht dieses Stadtviertel die Phasen der Gentrifizierung durch. Ehemals sehr negativ belastet, wird es durch Eigeninitiative lebenswert.

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Man kann sagen: In Chicago kann man sich locker eine Woche aufhalten und Spaß haben. Sei es am Morgen bei einem guten Kaffee, zum Mittag beim Hipster-Joghurt, zum Nachmittag beim Beobachten von Park, Menschen und Schiffen und zum Abend bei Bier und Burger (für die Kulinaren gibt es hier auch internationale Restaurants, die nicht einer Imbissbude ähneln en masse). Wer will auch zum Morgen mit Burger und zum Abend beim Konzert im Park.

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Man kann aber auch sagen: Ein Stadturlaub mit einem Zweijährigen ist doch recht anstrengend und benötigt starke Nerven. Auch wenn Nils viele Kilometer freudig gelaufen ist, kann auch nur zum Teil tun, was einem in den Sinn kommt, insbesondere war die Zeit um den Mittagsschlaf sehr einschneidend. Dennoch ein sehr schöner Urlaub im 1-jährigen US-Urlaub mit vielen Erlebnissen. Es wird nicht das letzte Mal sein, das ich in Chicago war.