Big Red Cider Mill

Hier in Oakland County (hört sich viel besser an, als “bei Detroit”, wo jeder sofort an Ruinen denkt), gibt es gefühlt mehr als ein Dutzend Cider Mills, die Tagesprogramm haben.

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Da wir uns alle mit einem fiesen Virus erkältet haben und noch erkältet sind, haben wir einen ruhigen Tagesausflug zur Mill gemacht. Streichelzoo (“Petting Zoo”, höhöhö), Heuhaufen, Traktor fahren und Apfel pflücken… Letzteres hatten wir nicht gemacht. Und die Tiere durfte man auch nur durch die Zäune streicheln.

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Und natürlich auch eine Hüpfburg (man beachte die zwei Löcher am Ende der Hüpfburg durch die vereinzelt Kinder raus geklettert sind, um dann direkt in das Gras zu fallen):

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Wie man auch auf den Fotos sieht, gab es hier einen Temperatursturz von etwa 30 °C auf nachts 7 °C. Unser Haus hat auch die praktische Eigenheit, dass man mit der Innentemperatur-Anzeige auch sofort weiß, wie warm oder kalt es draußen ist. Man kommt also nicht auf die Idee zu Hause mit dem T-Shirt herumzulaufen, um dann draußen zu erfrieren.

Apropos… Ein Tipp aus dem “Internet”: Eine schnelle Umrechnung von °F auf °C: (Fahrenheit – 30) und dann halbieren. Zwar nicht immer genau, aber einfach genug für eine schnelle Kopfrechnung:

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Einen Kürbis haben wir mitgenommen und erfreuen uns an seiner Wärme:

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The President of the United States (POTUS)

Pünktlich um 21 Uhr Ortszeit Michigan haben nahezu alle Fernsehsender ihr Fernsehprogramm für eine Rede von Obama unterbrochen (Transkript).

Ich muss sagen, dass diese Rede, unabhängig vom Inhalt, eine Rede war, wie ich sie mir ansatzweise auch mal in Deutschland oder Europa wünschen wurde. Klare Worte, klare Visionen und klare Ankündigung von Handlungen und nicht Pläne von Plänen. Die US-typische Simplifizierung in sequentielle Schritte: “First, we will… “, “Second, we will”. Sehe ich auch öfter in der Arbeit.

Aber als ich mir seine Worte in Merkels (1) Gesicht vorgestellt hatte, musste ich mehr oder weniger lachen.

“We will degrade, and ultimately destroy, ISIL ”.

“This is a core principle of my presidency: if you threaten America, you will find no safe haven. “

Im Vergleich die Rede Merkels über ISIS und unser Eingreifen in den Irak und Syrien: http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Regierungserklaerung/2014/2014-09-01-bt-merkel.html

Teile der amerikanischen Rede wären nicht von einem deutschen Staats- oder Regierungsoberhaupt vorstellbar (ist vielleicht auch gut so): 

This is American leadership at its best: we stand with people who fight for their own freedom; and we rally other nations on behalf of our common security and common humanity.

Ich hatte mir kurz überleget, wofür unsere Bundesregierung steht…. es aber dann gelassen.

Aber genug des politischen Blogs. Sehr interessant war auch zu sehen, wie er versucht den Spagat zwischen den alten Irak- und Afghanistan-Kriegen und dem aktuellen Eingreifen hinzubekommen:

“American power can make a decisive difference, but we cannot do for Iraqis what they must do for themselves, nor can we take the place of Arab partners in securing their region. […] I want the American people to understand how this effort will be different from the wars in Iraq and Afghanistan. It will not involve American combat troops fighting on foreign soil. This counterterrorism campaign will be waged through a steady, relentless effort to take out ISIL wherever they exist using our air power and our partner forces on the ground.”

Und zu guter Letzt ein Bezug auf den amerikanischen Exzeptionalismus:

“This is American leadership at its best. We stand with people who fight for their own freedom, and we rally other nations on behalf of our common security and common humanity.”

“That is the difference we make in the world. And our own safety – our own security – depends upon our willingness to do what it takes to defend this nation, and uphold the values that we stand for – timeless ideals that will endure long after those who offer only hate and destruction have been vanquished from the Earth.”

Dennoch… Obama wird nicht mein Freund, ich halte ihn weiterhin in Europa für unwählbar. Dazu hat er genug offene Baustellen. Ich möchte auch keine amerikanische Handlungsweisen in der deutschen und europäischen Politik.

Die Ankündigungen werden jetzt umgesetzt, aber leider wird keine andauernde Prüfung des Erfolgs stattfinden, um Anpassungen zu starten. Und es ist eine Rede, die genau auf des US-Publikum ausgerichtet ist und sich genug Spielraum lässt (“Spezialeinheiten” sind keine “Combat-Troups”.

US-typisch wird nahezu sekundengenau aufgezeichnet, wie groß die Unterstützung der Rede bei den verschiedenen politischen Überzeugungen ist und wie die Lautstärke des Fernseher eingestellt wurde.

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http://www.bing.com/politics/pulse/cnn

Man sieht hier auch die sehr krasse Diskrepanz zwischen den Demokraten und Republikanern. In Michigan selbst weniger zu sehen, auch wenn an einigen Autos eindeutig erkennbar ist, dass er dem republikanischen Lager zuzuordnen ist, aber insgesamt sehr neutral. Politik ist auf der Arbeit auch eigentlich nur unter europäischen Kollegen ein Thema. Damit meine ich nicht nur Partei-oder-Personen-Politik (Merkel ist doof, ist sie gar nicht, aber Steinmeier stinkt), die auch in deutschen Kantinen kaum Erwähnung findet, sondern auch allgemeine Diskussionen über ISIS, Syrien, LH17, Ukraine/Russland, Ferguson und die Militarisierung der US-Polizei. All diese Themen beherrschten die Sendezeit von CNN/FoxNews/etc in den letzten Wochen, aber es wird nicht über “Bundes-Themen” gesprochen. Dazu später aber nochmal.

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Für des US-Präsidentens Rede (Stirb Genitiv, stirb!) wurde sogar “America’s got talent” unterbrochen. Im übrigen ist dies eine unsägliche Show.

Zu guter Letzt behaupte ich, das die amerikanische Rede mehr Medienpräsenz erhält als die Merkel-Rede. Show machen kann man hier, auf allen Ebenen.

(1) Es steht keine Bundestagswahl an, daher wage ich mich mal an ein politisches Statement, ich verspreche aber, dass ich keine Politik in Deutschland groß kommentieren möchte. Es geht mir um die Heraushebung der unterschiedlichen Adressierungsstile an die Bevölkerung.

A day to remember

Kein Slogan, sondern eine Band. Eine gute Band!

Aber von Anfang an. Gestern war ich auf dem “Chill on the Hill”, ein Festival, das man mit einem SWR3-Festival in Mainz vergleichen kann. Nur eine ganz andere Liga von Bands (zumindest aus deutscher Sicht). Die vier letzten Bands, den Rest kennt eh keiner.

  1. Grouplove (Überraschend gut)
  2. Bad Religion (Gott sind die alt geworden)
  3. A day to remember (Einfach immer wieder gut, das Highlight des Tages für mich)
  4. Offspring (Man merkte, dass sie schon öfter auf Konzerten waren)
    [x] Mit Offspring, zu Offspring – Self Esteem, gehüpft.

Insgesamt ein sehr guter Tag, natürlich erstmals ein paar Hinweise:

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Leider hab ich Held of Welt das falsche Ticket gekauft. Es gab “VIP” und normale Tickets Es hat sich rausgestellt, dass die “VIP”-Tickets die vorderen Reihen und der Pöbel auf der Tanzfläche beinhalten, während man bei den normalen Tickets weiter hinten auf Sitzplätze zugewiesen wird. Offspring sitzend… Auch mal was Feines, erlebt man nicht so oft. Das sitzende Publikum, inklusive mir, hat sich zu Day to Remember bequemt aufzustehen. Man konnte sein Ticket für 40 US-$ “upgraden” (Neupreis 45 US-$). Habe darauf verzichtet.

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Wie man mehr oder weniger sieht, ist der Sitzplatzbereich nicht vollständig gefüllt und die Herren in gelb haben die vorderen Plätze bis zur letzten Minute verteidigt. “These are the rules”.

Da ich wegen des Konzerts und nicht wegen der Fotos dort war, musste ich die Bilder mit meiner 5 Megapixel Kamera machen, immerhin kann man erkennen, dass da eine Bühne ist.

Gerüchtehalber gibt es die Sorte Mensch auch in den USA, die ganze Konzerte durch ein 5 Megapixel-Display anschauen (die armen Freunde, die dann die verwackelten Aufnahme anschauen “dürfen”):

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Ansonsten: USA typisch gibt es überall die Trinkspender, sehr angenehm:

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Noch ein paar weitere Bilder, unsortiert:

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Die nächste Station am 8. Oktober wird Volbeat und 5 Finger Death Punch sein. Diesmal aber Floor Tickets. Wenn man hier sonst nicht groß feiern kann, klapper’ ich die Konzerte ab, davon gibt es hier mehr als genug.

Beginnend mit dem vorletzten Konzert wurde die Stimmung gut, laut und deftig. Wie es sein soll. Vorher war es eher eine Wohnzimmer-Konzertreihe.

RFC 2119

In das Wiki habe ich meine deutsche Übersetzung und Interpretation der RFC 2119 eingepflegt.

http://wiki.depon.net/index.php/RFC_2119

RFC 2119 beschreibt die Bedeutung der Worte “können”, “sollen”, “dürfen” in technischen Spezifikationen. Wenn diese Worte abgestimmt sind, kann in wohldefinierter Weise zwischen verpflichtenden und optionalen Anweisungen und Anforderungen unterschieden werden.

2D-Matrizen und ähnliches

Microsoft hat im Zuge seiner Win2d-Veröffentlichung auch eine kleine Bibliothek für Matrizen und Vektoren veröffentlicht.

Zu finden unter: https://github.com/Microsoft/Win2D/tree/master/numerics/DotNet

Illustration of curves and lines that are rendered in GDI and in Direct2D

Lizenz ist die Apache 2, also eine sehr angenehme Lizenz. Ansonsten ein sehr guter Zug Direct2d direkt für “Managed”-Anwendungen verfügbar zu machen. Ich hoffe, dass das keine Sackgasse ist, ähnlich wie XNA und Managed DX.

Thomas and Friends

Auf Wunsch anbei die Fotogalerie vom “Thomas and Friends”-Event.

http://1drv.ms/1ri3hci

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Eine sehr amüsante Veranstaltung. Auch wenn ich das Wort “Zug” und “Eisenbahn” nicht mehr hören kann… Smiley Wenn es so weiter geht, haben wir bald auch Thomas-Decken und ein Thomas Kuscheltier… Ach… Haben wir schon.

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Die kompletten Bilder befinden sich im privaten Bereich.

4 Monate

Laut Vertrag sind nun 4 Monate vergangen, angekommen bin ich 11 Tage nach Vertragsbeginn. Bei 14 Monaten Gesamtentsendung, sind ab nun leider nur noch 10 Monate übrig. Zeit für ein kleines Zwischenfazit.

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Wenn man die Motivationskurve zu Beginn des Blogs anschaut, sind wir auf dem aufsteigenden Ast. Es gab auf jeden Fall eine ordentliche Delle als Nils Schwierigkeiten in der Kita hatte und als viele kleine Dinge (wie zum Beispiel die Führerschein-Geschichte) einfach nicht gepasst hatten. Man hat auch keinen einfachen Kontakt zu den US-Amerikanern gefunden, da sämtliche Kinder-Schwimmkurse, Krabbelgruppen und andere Gruppenkurse auf Grund mangelnder Beteiligung 1-zu-1 Kurse waren, Betreuer und Alice.

Über „Kennenlern-Portale“, wie internations.org und meetup.com habe ich einige nette und interessante Menschen kennengelernt, hatte bisher aber nicht die Zeit diese Kontakte zu vertiefen, bisher lag mein Fokus auf den Sport und Familie. Aber hin und wieder reicht es für ein Konzert oder Pool-Party.

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Was vermisse ich auf jeden Fall?
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Es startet bei trivialen Dingen, wie Nugat Schokolade und jetzt kommend: Die Nugatbaumstämme, einer guten Kantine, ordentlicher Wurst zum Abendbrot.

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Und es endet bei den Unternehmungen mit den liebgewonnen Menschen, also euch. Einfach mal in guter Stimmung mehr als 2 Bier trinken, danach noch lang von Club zu Club wandern und mit dem ersten Zug heimfahren. Oder einfach mal längere Gespräche führen, die sich nicht nur um das nächste Wochenende drehen. Kollegen, die nach Feierabend etwas unternehmen.

Richtige Schnitzel und Essen ohne übermäßige Geschmacksverstärker kommen auch zu der Liste der Dinge, die ich vermisse. Unseren Induktions-Herd

Die Fähigkeit zur verhältnismäßigen Auslegung von Regeln. Wenn es hier eine Regel gibt, ist sie einzuhalten (“You have to comply”). Das betrifft nicht nur administrative Regeln, sondern auch Betriebs-Vorschriften, und egal wie sinnig sie gerade für den Einzelfall ist. (“Sorry, it’s the rules”). Der Mitarbeiter hat überhaupt keine Möglichkeit die Regel entsprechend auszulegen. Stumpf ist Trumpf!

Die Kosten! Hier kostet einfach alles gleich richtig Geld, da es das Freiwilligenwesen, wie unsere Sportvereine, viel weniger gibt. Mobiltelefon kostet 50 US-$, Internet + TV das gleiche auch nochmals.

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Was werde ich in 10 Monaten, nach der Rückkehr in Deutschland, vermissen?
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Die Gemütlichkeit, es ist hier alles sehr stress-arm. So gemütlich, dass man bei einer Schlange von 10 Personen am Getränkestand grob 20 Minuten einkalkulieren sollte und man lernt die langsamsten Supermarktkassen der Welt kennen.

Der Hauptmotivator der amerikanischen Gesellschaft: Die Bequemlichkeit und das stete Optimieren in diese Richtung.

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Auf jeden Fall werde ich die Parks, die abwechslungsreiche Natur und mein aktuelles Sportprogramm (Laufen statt Saufen) vermissen. Das Autofahren, trotz aller Blindheit der Autofahrer, ist unglaublich entspannend und stressfrei. Man fährt einfach passiv und die anderen fahren passiv.

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Dinge, die man tun möchte, gehen hier sehr schnell und sind sehr problemlos. Es wird dabei auch immer einen geholfen (solange bis man auf ein Problem stößt oder man eine andere Meinung hat). Die Freundlichkeit und das proaktive Helfen sind sehr angenehm. Hat man etwas in der Hand und läuft auf eine geschlossene Tür zu, so wird sie von einem anderen Gast oder dem Personal geöffnet.

Es findet praktisch überall irgendwas statt, was auch nebenbei kinderfreundlich ist und nicht nur auf das erwachsene Publikum fixiert ist. Hüpfburgen, Karussells und Kindermusik-Programm ist überall. Aktivitäten (activities) gibt es überall, sind schnell und bequem zu erreichen.

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Das problemlose Kennenlernen neuer Menschen, weil man einfach dazu gezwungen ist. In Deutschland werde ich sehr schnell wieder in die Komfortzone zurückfallen.

In diesem Sinne: USA macht Spaß (solang man sich in der richtigen sozialen Zone befindet), aber es ist auch unglaublich anstrengend, da man aktiv daran arbeiten muss, sich in einem fremden Land wohlzufühlen. Man muss suchen, man muss sich mit unbekannten Menschen treffen und bekannt machen und man muss viele alte Selbstverständlichkeiten und Erwartungen ablegen (Kulturschock). Die Zeit dafür ist aber begrenzt und wird noch zwischen Familie, Arbeit, Schlafen und Essen geteilt.

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http://www.psychologytoday.com/blog/confessions-techie/201101/comfort-kills

“We live in a society where comfort has become a value and a life goal. But comfort reduces our motivation for introducing important transformations in our lives. Sadly, being comfortable often prohibits us from chasing our dreams.

Many of us are like lions in the zoo: well-fed but sit around passively stuck in a reactive rut. Comfort equals boring shortsightedness, and a belief that things cannot change. Your comfort zone is your home base, a safe place not to stay in, but to return to, after each exhausting and exhilarating expedition through the wilderness of life.

Take a look at your life today, if you are enjoying a shelter of comfort, break through it and go outside where life awaits.”

Insgesamt wünsche ich mir, dass ich in der Vergangenheit mehr Gelegenheiten zu Auslandsaufenthalten in Anspruch genommen hätte. Sie sind anstrengend, aber auch unglaublich erlebnisreich und fordernd.

In diesem Sinne. Auf weitere 10 Monate und sie werden gut, Winter is coming!

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Wiki

Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein Wiki installiert. Muss mal schauen, welche Inhalte ich da einpflege. Zumindest alle Gedanken und das Wissen, die ich so im Arbeitsleben oder während meiner Hobbytätigkeiten einpflege.

Zu finden unter http://wiki.depon.net/