Rückflug

Die Fotos hier finden sich in der “Deutschland-Sektion” eines internationalen Supermarktes. Bis auf Pudding haben wir eigentlich fast gar nichts “Deutsches” gekauft.

Deutsche Waren im internationalen Supermarkt

Wie schon auf Facebook geschrieben ist unser Rückflug nun auch vom Reisebüro nun bestätigt.

Wir werden am letzten Donnerstag des Monats Juni, also dem 25.06.2015 um 06:10 Uhr in der früh per Lufthansa in Frankfurt landen. Eintritt in deutsches Staatsgebiet also grob 20 Minuten vorher.

Deutsche Waren im internationalen Supermarkt

Ich empfinde auf der einen Seite schon massive Vorfreude, auf der anderen Seite bin ich schon ein wenig traurig, dass nun die Zeit rennen wird, die Zeit schon zu rennen begonnen hat, ich immer mehr Aktivitäten mit wirklich netten Leuten absagen muss und auch nicht mehr all das erledigen kann, was noch so zu tun ist. Ich hoffe, dass ich dienstlich oder privat wieder für ein paar Wochen zurück nach Michigan komme, so dass es ein regelmäßiges Wiedersehen gibt.

Der Container wird schon geplant, die Steuererklärung ist abgegeben, die ersten Kündigungen werden ausgesprochen und die ersten Termine sind in Deutschland verabredet. Die ersten Sachen haben wir schon weiterverkauft.

Deutsche Waren im internationalen Supermarkt

Eine Verlängerung des Vertrages ist für mich dennoch ausgeschlossen, da ich die Heimat, die dortigen Gewohnheiten, der dortigen Gepflogenheiten und euch vermisse. Heute befinde ich mich laut Vertrag 10 Monate in dem Land, effektiv 11 Tage weniger. Die Zeit habe ich mehr genossen als ich erwartet hatte, zwar mit den angekündigten Höhen und Tiefen, aber tendenziell fühle ich mich von Woche zu Woche wohler, dennoch schüttle immer noch regelmäßig den Kopf [Zuletzt über den Fakt, dass die Schulen hier den gesamten Jahresurlaub der Eltern fressen, da sie bei Schneefall doch regelmäßig spontan schließen]. Die Arbeit macht aber immer wieder Freude.

Deutsche Waren im internationalen Supermarkt

[1] Raucher habe ich hier bisher übrigens fast keine gesehen, ein großer Pluspunkt!

Charity…

… ist hier “serious Business”. Während man (oder zumindest ich) in Deutschland aufgerundete Beiträge (Deutschland rundet auf) an der Kasse feiert oder sein soziales Gewissen erleichtert, wenn man 10 EUR an eine vernünftige Stelle gespendet hat, sieht das hier anders aus.

Jeder Lauf und nahezu jede größere Versammlung hat einen Charity Gedanken und dies ist nicht nur eine kleine Zugabe, sondern schon deutlich spürbar.

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Beim Halbmarathon kann man seine Medaille spenden (medals4mettle), die dann an kranke Kinder im Krankenhaus gespendet wird. Dies wird auch direkt von meinem Arbeitgeber unterstützt, da in der Kantine die Medaillen freiwillig abgegeben werden können und man mehrfach per Mail auf die Möglichkeit hingewiesen worden ist. Einige meiner Freunde und Bekannten hier haben die Medaille gespendet (Ich war so fertig nach dem Halbmarathon, dass ich den Punkt verpasst hatte an dem die Medaillen verteilt worden sind.).

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Zur Weihnachtszeit wurde über eine Woche ein Spendenwettbewerb über Gleaners zwischen unseren US-Standorten ausgerufen. Es wurde kein Geld gesammelt, sondern an jedem Tag ein anderes Lebensmittel. Montag war Nudel-Tag, Dienstag war Thunfisch-Tag, etc… Natürlich gab es an jedem zweiten Tag einen Zwischenstand.

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Am Ende wurden Fotos von der Sammlung über das Netzwerk geteilt. Es kam doch einiges zusammen.

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Am Brustkrebstag wurde die Kleiderordnung in der Firma teilweise aufgehoben und man durfte auch rosa Oberteile tragen. Selbstverständlich dürfen sie nicht aufreizend sein und man durfte kein Kundenmeeting haben. Ansonsten darf man nur Stoffhosen oder Stoff-ähnliche Hosen tragen. Keine Jeans, es sei denn es ist Freitag. Die Kleiderordnung besteht aus etwa einer Letter-Size (DIN A4 ähnlich) Seite. Freitags ist Jeans-Tag und an manchen Tagen gibt es sogar eine Jeans-Woche… Die Firma ist gütig!

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Was ist noch verboten? Spaghetti-Träger, billige T-Shirts, Turnschuhe, etc… Und mein Arbeitgeber ist da noch relativ relaxt.

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Es gibt hier relativ viele 5k and 10k [Einer der wenigen Dinge, wo die Amerikaner in Meter statt Meilen rechnen], die mit Charity verbunden sind. Man tut es “for the cause”. Als Beispiel sei ein Paczki-Run genannt, bei dem man 5k läuft, ein T-Shirt, ein Paczki und ein Bier bekommt. Die gesamte Sache kostet dann 45 USD, wobei ein großer Teil an die Charity geht.

Am gleichen Tag fand auch ein Undie-Run statt (1 Meile in Unterwäsche, die natürlich auch vielen Regeln genügen muss). Kosten tut der Spaß auch 40 USD und man kann auch noch viele Dinge kaufen, wo der Gewinn auch an die Charity geht. Ein Schal für 30 USD zum Beispiel. Man kann als Nicht-Läufer für Läufer spenden, die dann ganz oben auf der Website erscheinen… Manche Läufer sammelten so mehr als 25.000 USD ein. For the cause!

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Bevor jemand fragt: Ich bin nicht mitgelaufen und es gibt keine Fotos von mir.

Es gibt hier auch 5k-Läufe, die Richtung 60 USD gehen… For the cause!

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Hier in Rochester gibt es ein Bücherei mit angeschlossener Spielecke und viel Kinderprogramm. Man kann als Bewohner von Rochester da jeden Tag hingehen und es gibt dort eine Holzeisenbahn, hin und wieder einen Geschichtenerzähler und viele andere Dinge.

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Einmal im Jahr wird um Spenden gebeten und der Zettel enthält eine kleine Tabelle in der man nur noch ankreuzt wieviel man Spenden möchte. Ich dachte so an grob 25 USD, da wir das Angebot doch recht häufig im Sommer genutzt haben… Nur fing der Zettel mit 50 USD an und hörte mit 500 USD auf.

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Prinzipiell eine gute Sache, aber dieses Spendensystem hat eine Ursache und in meinen Augen auch einen großen Nachteil (oder Vorteil, je nach Sichtweise):

Soziale Maßnahmen werden hier nur ganz minimal vom Staat unterstützt. Es gibt hier ein paar (meist bundesstaatliche) Nahrungs-Programme für Geringverdiener und auch ein rudimentäres Social Security Programm. Aber Institutionen werden hier wenig mit staatlichem Geld unterstützt. Die Unterstützung erfolgt hier über die privaten Spender und die Spendenbereitschaft ist hier doch recht hoch.

Ein großer Nachteil in meinen Augen ist es, dass der Spender entscheidet wohin das Geld geht. In Diskussionen über MediCare habe ich auch schon häufiger Kommentare gehört, wie: “Ich spende doch schon für meine Kirche, warum soll ich noch für die Penner/Homos/Illegalen/[Hier weitere Stammtischbezeichnungen einsetzen] bezahlen”. Das Geld bleibt also in der favorisierten Gruppe und damit meist auch regional und sozial in den Bereichen, denen es sowieso besser geht. Es findet hier kein echter, staatlich gesteuerter Ausgleich statt [Will man das?]. Als Vorteil wird hier ganz klar die Befähigung zur zielgerichteten Unterstützung der “Lieben” gesehen. Konservative spenden eher an konservative Gruppen, liberale Gruppen eher an liberale Gruppen. Es führt in meinen Augen zu einer Selbstverstärkung und die Notwendigkeit einer Vermarktung des Spendenwesens.

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Soweit wie ich es erleben kann, ist diese Bevorzugung der “Lieben” gegenüber den “Anderen” ein deutlicher Zug in dieser Gesellschaft hier. Die eigenen Leute werden hier bevorzugt, geschützt und unterstützt und im Zweifel mit Waffengewalt verteidigt, während die Anderen möglichst weit rausgehalten werden sollen und im Großen und Ganzen nicht erwarten können geschützt zu werden. Man kann fast sagen: Sozial entrechtet.

“My home is my castle und ich bestimme wen ich helfe, nicht so ein sozialistischer Präsident mit dem Namen Osama [sic!]”

Damit will ich nicht sagen, dass “die Amerikaner” (Yeah, lang lebe die Pauschalisierung) nicht offen gegenüber Neuankömmlingen (wie mir) sind. Im Gegenteil! Es ist hier sehr angenehm neue Kontakte zu knüpfen (und die nicht nur sagen, dass man sich ja bald wieder sieht und sich dann nie wieder melden). Man sollte halt nicht in die Gruppe der “Bösen und Ausnutzenden” fallen und je mehr man im persönlichen Kontakt ist, desto unwahrscheinlicher ist es. Die Ablehnung bezieht sich meist mehr auf das Unbekannte.

Als mal wieder die Batterie im Auto aufgegeben hat, hat uns ein zufällig Vorbeifahrender sofort Starthilfe angeboten. Die Bereitschaft zur Hilfe ist groß und man ist stolz drauf geholfen zu haben.

Wie in vielen Punkten der Welt: Wenn es einem gut geht, wird es in Zukunft einem eher gut gehen. Und ich muss sagen, dass ich es hier von Tag zu Tag angenehmer finde… Auch wenn ich momentan fleißig dabei bin den Rückflug Ende Juni zu organisieren.

(Soweit zum kurzen, leicht pauschalisierenden Ausflug wie ich den US-Konservatismus”” erlebt habe. Das Charity-Wesen ist in meinen Augen auch davon geprägt, da die Themen sehr oft in Richtung konservativer Themen geht: Krankheiten, die jeden treffen können, Kirche und Veteranen. Und einer der größten Spendenposten ist hier der US-Wahlkampf: 4,6 Milliarden USD für die Präsidentenwahl 2012).

Fat Tuesday

Was in in wenigen Teilen Deutschland Fastnachtsdienstag ist, ist hier in den USA der Fat Tuesday.

Hier in Michigan werden an diesen Tag die Paczkis gefeiert:

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Super lecker, vielleicht mit einem Berliner zu vergleichen, nur irgendwie besser… Da einfach fetthaltiger und mit den unterschiedlichsten Füllungen. Klassisch amerikanisch: Wenn etwas gemacht, dann richtig und mit festem Ritus.

Gestern gab es nirgends Paczkis, morgen gibt es nirgends Paczkis. Nur heute waren sie überall zu sehen und wurden verteilt. In der Kantine, bei den Kaffeestationen lagen sie überall herum und… wenn man an zu einem Kollegen ging, war es wahrscheinlich, dass irgendwo ein seiner Nähe auch so einer herumlag… und ich kann es nur wiederholen: Sie sind lecker! Fat Tuesday…

Ach ja… Falls jemand eine Karneval vermeiden möchte, so ist er hier in der Gegend sehr gut aufgehoben.

Steuererklärung

Während in Mainz die Fastnachtssaison sich ihrem Höhepunkt zuneigt (Helau!), habe ich meine Steuererklärung vorbereitet. Ein internationales Steuerbüro stellt eine Website zur Verfügung, hier hat man alles einzutragen und netterweise erhält man einen Status:

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Ich muss nur noch die Belege finden und ich bin das absolute Gegenteil eines Ablage-Königs. Um so mehr bin ich überrascht, dass ich doch alles habe.

Es finden sich tolle Fragen, wie:

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Die meisten der Fragen sind aber recht ordentlich aufbereitet, ist nur immer etwas Suche nach den Unterlagen. Und ich hasse Unterlagen. Wie das ganze dann aufbereitet wird, da habe ich keine Ahnung, ich lass mich überraschen.

Wetterbericht

Aber unabhängig von der Steuererklärung wird es immer kälter und kälter. Wir haben seit 3 Wochen faktische keine Plustemperaturen mehr gehabt und für die nächsten 14 Tage bleibt es gleichbleibend kalt. Langsam habe ich genug Kälte:

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Wird wohl noch mindestens bis Anfang März unendlich kalt. Wenigstens hält sich der Schnee in Grenzen und man konnte auch mal einen Schneemann bauen. Aber es macht keinen Spaß sich momentan draußen aufzuhalten. Immerhin halte ich mein montägliches 5 km Training noch durch, auch wenn es die letzten Tage schon intensiv kalt war.

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In diesem Sinne… Helau!

BurnSystems.CommandLine

A little update for the C# command line library was updated and the version number increased from 1.0 to 1.1.

The new version includes the attribute-driven creation of .Net-Objects out of arguments. See also the documentation at GitHub:

https://github.com/mbrenn/BurnSystems.CommandLine

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When the given commandline call does not contain the necessary arguments, a usage information text will be returned:

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Have fun…

Dienstreise II…

Wie versprochen ein paar Fotos von den verschiedenen Örtlichkeiten. Alle Bilder in hoher Auflösung und ein paar weitere finden sich unter (Gleicher Link wie im letzten Post):

http://1drv.ms/1DQiCop

Zuerst einmal das Apple-Hauptquartier:

Apple Hauptgebäude

Wie schon erwähnt ist in Cupertino Apple auf viele, viele Gebäude verteilt. Es nennt sich hier Apple-Campus, ist aber kein in sich geschlossenes Gelände bei dem man jeden Punkt zu Fuß erreicht. Alle paar hundert Meter findet sich eine Hauptstraße, auch schön auf Wikipedia zu sehen. Die grauen Straßen, die in der Karte recht niedlich ausschauen, sind zum Teil 4 bis 6 spurige “Standard-Hauptstraßen”, die sich quadratisch im Meilenabstand finden.

Zu Google:

Wie schon gesagt, ein sehr weitläufiger Campus und überall sind rot-grün-gelb-blaue Fahrräder verteilt. Jeder Google-Mitarbeiter darf diese nutzen um zu anderen Gebäuden des Campus zu fahren und sie werden auch fleißig genutzt. Zwischen den Google Gebäuden finden sich auch andere Firmen, wie zum Beispiel LinkedIn.

Google FahrräderWP_20150204_07_58_33_Pro

Beachvolleyballfeld und Möglichkeit zur Außenarbeit darf natürlich nicht fehlen. Dies ist etwas, was ich bei Continental einfach vermisse: Einfach mal nicht im Büro zu arbeiten, sondern irgendwo außerhalb bei Sonnenschein und Firmen-WLAN:

Google CampusGoogle Campus

Ein Abstecher zu den Android Maskottchen musste natürlich sein:

Android MaskottchenAndroid MaskottchenAndroid MaskottchenAndroid Maskottchen

Wie schon geschrieben ist die Gegend selbst weniger spannend und mehr durch Industrie und Zivilisationsreste geprägt als durch freie Natur. Nichts desto trotz hat sich der kurze Trip nach Silicon Valley während eines freien Nachmittags gelohnt.

IMG_8664Landschaft Silicon ValleyLandschaft Silicon ValleyLandschaft Silicon Valley

LinkedIn habe ich übersprungen, hat sich nur angeboten, weil sie sich im Google Campus befindet… Diese Firma ist mir noch unsympathischer als die obigen…

Zurück habe ich den sogenannten “Red-Eye Flug” genommen. Start um 23:50 Uhr in San Francisco, Flugzeit 4:30 Std, Ankunft um 7:00 Uhr in Detroit. Im Prinzip ein Flug ohne Schlaf. Optimal…, dafür haben die mitgebrachten Babies nur während der Landezeit geschrieben. Als Vater ist man da auch nicht bis auf’s Blut gereizt, sondern denkt sich: “Das hätte ich meines sein können. Hoffentlich klappt es mit dem Beruhigen/Druckausgleich.”

Nach zwei Bier und vier Stunden Schlaf im Flugzeug bin ich gut am Samstag morgen angekommen und bin mit Nils erstmal zum Fußball.

Bilder aus dem FlugzeugSchneeberge

Die Dienstreise

Pünktlich war das Flugzeug beim Einstieg, leider war spontan mit 48 Stunden Schnee-Vorankündigung das Depot für die Verpflegung eingeschneit und die Lastwagen mit Kaffee und Keksen konnten nicht zu den Flugzeugen fahren. Zwei Stunden später war die Räumung erfolgt und wir konnten dann mit Verspätung losfliegen. Dafür gab es Kaffee vor dem Start.

Skychef kommt an

Der Flug selbst war einwandfrei. USA typisch gibt es kein Bier und keinen Wein im Flugzeug frei Haus, dafür WLAN für etwa 16 USD. Habe mich dann für leckeren und frisch gelieferten Kaffee entschieden. Zu Essen gab es eine Tüte trockene Brezeln. Gut, dass ich hier keine Verpflegungspauschale habe… (Brezel im Flugzeug zur Mittagszeit zählt seit diesem Jahr als Mittagessen und darf nicht angerechnet werden. Macht dann 9,60 EUR). So, wie ich es beim Sitznachbarn gesehen habe, läuft das WLAN recht stabil. Natürlich nichts für Netflix oder andere Streaminganbieter.

Wifi im Flugzeug

In Kalifornien angekommen, wurde ich mit etwa 15°C, wolkigem Himmel und andauerndem Verkehrsstau in der Gegend begrüßt. Trotz zum Teil acht-spurigen Straßen pro Richtung ist das gesamte Gebiet in der Zeit von 7 Uhr bis 10 Uhr und 15 Uhr bis 19 Uhr völlig überfordert.

Stau in der NachtStau in Kalifornien

Ich hab selten soviel Fahrzeuge gesehen. Meine Dienstreise hat mich in das Hinterland von Kalifornien verschlagen. Leider kollidierten die Zeiten des Tageslichts mit den Zeiten des Arbeiten, so dass ich wenig Möglichkeit hatte die Gegend selbst zu genießen. Aber eines gilt für die Gegend: Sie ist flach und unendlich langweilig… Nicht mal Wüste, sondern einfach nur grüne Gebüsch- und Ackerlandschaft! Man fährt 100 km ohne jemals über einen Hügel oder eine Vertiefung zu fahren. Fotos gibt es leider kaum, da ich meist spät abends im Dunkeln unterwegs war.

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(Im gelben Bereich war ich unterwegs)

Die große Überraschung war im Hotel. Der Raum war im Erdgeschoss hatte keine zuziehbaren Vorhänge. Sieht zwar so aus, sind sie aber nicht. Freie Sicht nach außen und innen… Dort befindet sich im Übrigen der Parkplatz. Freie Sicht für alle!

Keine Privatsphäre im Hotel

Einen freien Nachmittag hatte ich allerdings genutzt die Gebäude dreier IT-Größen zu besuchen: Google, Apple, LinkedIn (dem schlechtesten und nervigsten aller sozialen Netzwerke) und Xing. Eigentlich wollte ich noch Facebook in Palo Alto anschauen, habe es aber wegen des Verkehrs aufgegeben.

Google und Apple haben einen sogenannten Campus, was im Prinzip nichts anderes ist als ein Viertel, bei dem nach und nach alle Gebäude akquiriert werden, die irgendwie zur Vermietung oder zum Verleih stehen. Uniähnlich ist das Ganze jetzt direkt nicht. 

Google CampusLinkedInApple One Infinite LoopXING

Das Applehauptquartier wird von absoluten Parkplatzproblemen geplagt. Auf dem Parkplatz wird man vom “Overflow Management” abgepasst, der einen bittet den Auto-Schlüssel zu geben. Das Auto wird dann in zweiter oder gar dritter Reihe geparkt, da es in der Gegend absolut keine freien Parkplätze mehr gibt. Kommt man zurück, wird einem das Auto wieder “freigeparkt”. Ich würde mir wünschen, dass Apple auch ein solches “Buffer Overflow Management” hat.

Silicon Valley selbst ist erstaunlich unaufregend und man kann fast sagen: Die “suburbanen” Gebiete sehen in den USA nahezu identisch aus. Nur die Bäume sind ausgetauscht. Es gibt zwei bis vierspurige Straßen, eine Ampelführung, die sich alle 500 Meter von der Logik her ändert und überall Stripmalls. Selbst die Geschäfte sind immer wieder die Gleichen.

Stripmall(Klassische Stripmall, wie man sie überall in den USA sieht: Parkplatz und Geschäfte drumherum)

Das Angenehme daran: Man findet sich sofort zurecht und weiß, wo es was gibt. Garantierte und zuverlässige Qualität, aber garantiert nicht die Beste, aber man macht keinen Fehler. Wie ein McDonalds. Um neue Dinge kennenzulernen, muss man sich aber auch Zeit nehmen. Diese hatte ich leider nicht.

Das Unangenehme… In Kalifornien gibt es keine Radiosender mit Rockmusik, dafür um so mehr Musik mit lateinamerikanischer Musik. Absolut nicht mein Fall. Böse Zungen behaupten, dass mir der Rhythmus zu komplex ist  und mein Körper zu dazu passenden Bewegungen nicht in der Lage ist, aber wohl wahr. Muss ja auch nicht… Ich stehe eher auf stumpfe Musik…

Der Google Campus selbst ist geprägt von offener Arbeitsatmosphäre im Freien und viel Freizeitmöglichkeiten. Dazu morgen/übermorgen etwas mehr.

Alle Fotos sind auch auf OneDrive:

http://1drv.ms/1DQiCop

Schnee ist wieder mal da.

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Nachdem letzte Woche New York und Boston mehr oder weniger im Schnee untergegangen ist, hat es nun auch Michigan und Detroit erwischt. Über die Nacht hat es 40 cm geschneit und der Amerikaner fing pünktlich nach dem Super Bowl an Schnee zu schieben. Bei uns im Wohngebiet sind nun meterhohe Schneeberge.

Die Fahrt zum Flughafen war sehr beschwerlich, da die Straßen um 4 Uhr in der Früh noch nicht geräumt waren (dafür bei uns Wohngebiet) und man fuhr teilweise durch Neuschnee auf den Hauptstraßen. Fahrspuren waren keine zu sehen und die SUV Fahrer (hier keine BMW X5, sondern eher Cadillac Escallades) fahren auch durch Neuschnee mit 100 km/h. Ich nicht…

Flughafen? Leider kein Urlaub, ich bin im Namen der Firma in Kalifornien für eine Woche unterwegs. Eigentlich war dies für letzte Woche geplant, musste aber auf diese Woche verschoben werden. So verpasse ich die Gelegenheit Snowboard zu fahren und leider verpasse ich auch ein Marilyn Manson-Konzert, dessen Ticket ich schon hatte.

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Abflug 8:40 Uhr, also in 60 Minuten, Flugzeit: 5 Stunden, Zeitverschiebung 3 Stunden, Temperaturverschiebung: 30°C… von -15° C auf +15°C.

BurnSystems.CommandLine

Nach etwas längerer Zeit habe ich mich nun überwunden doch einen eigenen CommandlineParser zu schreiben.

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Über Methodenaufrufe werden die Argumente definiert, natürlich funktioniert der Parser auch ohne jegliche Definition, allerdings werden bestimmte Funktionen dann einfach nicht mehr unterstützt.

Ruft man das Programm mit falschen Parameter oder dem Parameter ‘–help’ auf, so wird automatisch eine Übersicht erzeugt.

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Hier ist noch etwas Arbeit notwendig, aber es wird, es wird…

Er ist als nuget-Paket unter BurnSystems.CommandLine verfügbar. Weiterhin findet sich der komplette Source unter GitHub verfügbar.